Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 6. (Neue Folge, 1892)
Hauptmann Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VII. Bande)
Der Feldzug in den Niederlanden 1792. 41 Zwischen den aufmarschirten kaiserlichen Truppen und der Niederung des Yves-Baches schob sich noch eine kleine Anhöhe trennend ein, gegen welche nun ein „starker Trupp feindlicher Cavallerie“ ') von St. Aubin her vorrückte. Da von dieser Anhöhe eine bessere Wirkung gegen das französische Lager zu erwarten stand, liess Oberst Salis, um sich derselben zu bemächtigen, sofort aus seiner Front die Oberstens-Compagnie von Sztáray (Nr. 33) und die 2. Majors-Compagnie von Stuart (Nr. 18) mit einer Haubitze und einer seclispfündigen Kanone vorrücken und folgte mit den übrigen Truppen langsam nach. Die Anhöhe wurde erreicht, noch bevor die französischen Reiter anlangten und Letztere nun durch einige Kanonenschüsse zur Umkehr gezwungen. Die Franzosen räumten jetzt auch eine am nördlichen Ufer des Valette- Baches erbaute Schanze. Oberst Salis setzte sich in der soeben erreichten Stellung fest, eröffnete ein lebhaftes Artilleriefeuer gegen die feindliche Position jenseits des Yves-Baches und wartete das Eingreifen der Colonne des GM. Sztáray ab. Die französischen Vorposten waren inzwischen nach St. Aubin zurückgegangen und besetzten den Ort, in welchem noch die zwei Grenadier-Compagnien der beiden Nationalgarde-Bataillone, welche sich bei General Gouvion befanden, eingerückt waren, so dass in St. Aubin nun 4 Grenadier-Compagnien und eine Abtheilung Jäger stand. Die rechte Colonne hatte auf ihrem Vormarsche sehr schlechte Wege gehabt und musste mehrere sumpfige Niederungen überschreiten, so dass sie erst um 3 Uhr Früh an der nördlichen Lisiére des Waldes von Florenne anlangte. GM. Sztáray entsendete um diese Zeit seine Jäger-Compagnien unter Major Graf Dandini directe gegen St. Aubin, während er selbst mit den übrigen Truppen südwärts Florenne gegen den rechten feindlichen Flügel vorrückte. General Gouvion, seine Rechte bedroht sehend, dirigirte nun eiligst das 3. und 11. Jäger-Regiment zu Pferd und 1/2 Escadron des 6. Husaren-Regiments dahin, um der anrückenden kaiserlichen Colonne das Ueberschreiten der Niederung zu verwehren, ebenso stellte er den gegen die Colonne Salis eingeleiteten Vorstoss ein. !) Offenbar die im Vorpostendienste gestandene Escadron des 11. Jäger- Kegiments zu Pferd.