Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs (1886)

Kriegs-Chronik Österreich-Ungarns. II. Theil. Der südwestliche Kriegsschauplatz im Donauthale und den österreichischen Alpenländern. (Mit eigener Paginirung)

\ Der dreissigjährige Kri^g. 11 die Venetianer, nach einer Belagerung von ^4 Tagen, von letzterem Platze, ohne ein Resultat errungen zu haben, abziehen mussten (1616). Trautmannsdorf, der mit spanischen und Ungarischen Truppen ver­stärkt worden, focht mit Glück gegen den Venetianer Priuli am Isonzo, konnte aber nicht verhindern, dass Pontebba-in die Hände der Feinde fiel und diese verheerend in Kärnten einbrachejfc Der Uskokenkrieg, in welchem der erzherzogliche Oberst Albrecht von Waldstein sich die ersten Kriegslorbeeren erkämpfte, wurde durch die Vermittlung Spaniens beigelegt. Die Bestimmungen des Friedens Hessen Alles beim Alten, setzten jedoch fest, dass die Uskoken weiter landeinwärts an­gesiedelt werden müssten. Unter der Regierung der beiden Kaiser Rudolf II. und Mathias (vergl. Kriegs-Chronik I. Theil), die übrigens auf die eigentlichen Alpenländer, grösstentheils das Besitzthum der in Graz residirenden innerösterreichischen Herrscher, geringeren Einfluss übte, steigerte sich in Böhmen, Mähren, Schlesien, Österreich und Ungarn die politisch­religiöse Aufregung zu einem überaus gefährlichen Grade. Gegen das Ende der Herrschaft des Kaisers Mathias gelangte endlich in Böhmen der ungeheuere Kampf zum Ausbruche, von welchem die Urheber desselben den Zusammenbruch der Habsburg’schen Ländermacht er­warteten. Der dreissigjährige Krieg. (Die Feldzüge 1618 bis 1620. — Der Bauernaufstand in Ober- Österreich 1626. — Die Feldzüge 1645 bis 1647. Quellen: Acten des k. k. Kriegs-Archivs. — Geschichte des dreissigjährigen Krieges von A. Gindely, Prag 1869 bis 1878. — Gindely, Geschichte des dreissig­jährigen Krieges, 8 Abtheilungen, Prag, 1882. — J. Schels, Kriegsgeschichte der Österreicher, II. Band, Wien 1844. ■— C. du Jarry Baron de la Koche, Geschichte des dreissigjährigen Krieges vom militärischen Standpunkte aus beleuchtet, Schaff­hausen 1848 bis 1852. -— Kurz, Beiträge zur Geschichte Ober-Österreichs, I. Band, Linz 1808. — K, A. Menzel, Geschichte des dreissigjährigen Krieges, Breslau 1835 bis 1839. •— J. Sporschil, Der dreissigjährige Krieg, Braunschweig 1843. — Die Schweden in Niederösterreich, Wien 1865. Ursachen des Krieges. Der Aufstand, welcher mit der Gewaltthat vom 23. Mai 1618 in Prag seinen Anfang genommen hatte (vergl. Kriegs-Chronik I. Theil), verbreitete sich in kurzer Zeit über ganz Böhmen und äusserte seine Nachwirkungen auch auf das Erzherzogthum Österreich. In diesem Lande trugen sich die zahl- und einflussreichen Protestanten mit dem Plane, in eine offene Verbindung mit den böhmischen Unzufriedenen

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