Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 11. (Wien, 1822)
Von den C »irr rgeken. ■ länglich gedeckt sind, aufgerauhet, die Franzen, welche aus dem Anschlags der Kotzen auf dem Werkstuhle entstehen, hinweg geschnitten, dann mir dem Rahmendes Fabrikanten und mit der Jahreszahl versehen seyn. Bey der Uebernahme werden solche in Partien zu so Stück gewogen, und sodann nach dem Dividenten das Gewicht per Stück ausgeschlagen werden; doch darf das Packet von 20 Stücken oder 5 ganzen Blätternder schweren Cavallerie--Pferdekotzen nicht unter 70, auch nicht über Mo Pfund, und jenes von 20 Stücken für die leichte Cavallene nicht tmter 110, und nicht über 120 Pfund im Gewichte enthalten. Samnttliche P a t r vn t a sch en - K a st en müssen von hartem Holze verfertiget, jene zu Infanterie-Patrontaschen und Jäger-Cartuschen mit Leinwand gefüttert, dann eine, so wie die andere, mitTerzenkedcr überzogen, mit einem beriet) Deckel aus dem Kerne der Haut im Ganzen geschnitten, und mit einer Strupfe zum Einschnallen versehen, erzeugt seyn. Die schmalen Seiten des Kastens müssen bey den Infanterie - Patrontaschen oben halbrund seyn , damit sich der Deckel besser daran schließe; an diesen beyden schmalen, oben halbrunden Seitentheilen sind bie Feuerbeckel anzubringen, welche über bie Mitte zusammen ge knöpfet werben, um allem Eindringen des Feuers und der Nasse vorzubeugen. Auf der rechten Seite des Kastens muß die Tasche angebracht seyn, um ben Kugelzieher und die Feuersteine verwahren zu können. Die In fa n te ri e-U n t er - O ffist er s - C0.rtusch e, deren Kasten unbehautet bleibt, ist auch ohne Feuerbeckel und Seitentasche zu erzeugen; übrigens aber muß sie, so wie bie Infanterie - Patt ontasche, mit Terzenleber überzogen und mit einem beriet) Deckel, «n den die Strupfe zum Einschnallen angebracht ist, versehen seyn. Die Cavallerie-Cartusche muß um ein Merkliches größer seyn, als jene für bie Infanterie - Unter - Officiere, und unterscheidet sich hauptsächlich durch ben Einsatz, welcher vom Terzenkeber erzeugt, zum Herausziehen, und auf 3o Patronenhülsen eingerichtet seyn muß. An dem Kasten auswendig ist die Tasche zu den Feuersteinen auf der rechten Seite dergestalt anzubringen, baß sie mit einem Riemen auf- und zugezogen werden kann. Der Deckel ist ebenfalls von Terzenleber im Ganzen, ohne Eckleber, mit einer Strupfe zum Einknöpfen zu verfertigen, und an ben Kasten, welcher von Harrern Holze über Quere um T/4 Zoll gleichfalls weiter erzeuget, mit Leinwand behäutet und mit Leder überzogen seyn muß, anzustechen. An ben keyden oben halbrunden Seitentheilen des Kastens ist der Feuerbeckel zur Deckung der Patronen anzunähen. Jngleichen ist für den Cartusche- Riemen links unter dem Kasten eine Schnalle und rechts ein Knopfchen anzubringen, damit sich dieser Riemen auf jeden Mann ohne viele Mühe richten laßt. Der Sprungriemen muß <m dem Kasten fo angebracht seyn, baß der Cartusche-Riemen durchgezogen werben kann. Die Cartusche-Kä ste n für die Jäger müssen mit schwarzem Oberleder umzogen , mit einem beriet) Deckel und mit einem Vorsprunge zum Pulverkasten versehen, die Seitentheile oben auch so, wie bey der Infanterie-Patrontasche, aus gleicher Absicht halbrund seyn; ferner muß an dem Vordertheile des Kastens bie Tasche für das Pulverhorn, mit braunem Oberleder gefüttert und mit einem Deckel von schwarzem Oberleder verjehen, so rote auf dem rechten Seitentheile desselben eine Tasche mit bem Deckel von bem nahmli- chen Leder angebracht seyn, welche zur Aufbewahrung des Kugelziehers und der Feuersteine bie Bestimmung hat; übrigens muß der Deckel aus dem Kerne des schwarzen eingelassenen Oberleders im Ganzen geschnitten, und so, wie die anderen Deckel, auch mit einer Strupfe zum Einschnallen »ersehen seyn. SV Band xi. 28$