Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 6. (Wien, 1821)
§. 6i73. Da s englische Pferd stammt aus den Landes- und den arabischen Racen ab; seine Bauart zeigt sehr viel Ebenmaß der Theile unter einander und zum Ganzen, der Kopf ist leicht, die Ohren aber sind klein und spitzig, der Stamm ist gestreckt, der Widerrist nur mäßig hoch, der Rücken und das Kreuz sind stark. Die Schenkel besitzen eine leichte Beweglichkeit. §. 6174. Da s französische Pferd ist sehr kraftvoll und dauerhaft organisirt, zeigt in seiner Körperbildung sehr viel Contraftirendes, Plumpes und Häßliches. Am auffallendsten sind sein Ochsenkopf, die hängenden Schwemsohren, der SpeckhalS, die plumpen, etwas zu lang gefesselten,'" stark behaarten Gliedmaßen. §. 6i75. Das dänische Pferd ist von ziemlich großer Körpergestalt, hat eine platte Stirn, sonst aber einen gut gebaueten Kopf, kurzen festen Hals, eine breite Brust, einen gestreckten Stamm und kraftvolle Gliedmaßen. Das Kreuz ist oft gespalten, und in der Bewegung kommt es dem neapolitanischen Pferde nahe. §. 6176. Das schwedische Pferd hat mit dem dänischen viel Uebereinstimmendes, doch ist es nicht so vortheilhafr gebauet, hat auch nicht so viel Anstand in seiner Bewegung. tz. 6177. Da s d eutsch e Pferd ist vollkommen und stark gebauet, hat sehr oft ein gespalrenes Kreuz, eine platte Stirn, einen breiten Hals, und starke, lang behaarte Mahnen, dergleichen Schweif und Fessel. Unter die besten zahlt man die holsteinischen und mecklenburgischen, und unter die größten die O ft f r i e s l ä n d e r und B r a b a n t e r. §. 6178. Die polnischen Pferde sind mager, ihr Hals ist lang, und sehr oft dem eines Schwanes ähnlich gebogen, der Rücken von dem mäßig hohen Widerriste aus sanft vertteft, dem eines Maulesels ähnlich erhoben, und die Fessel wenig behaart. tz. 6179. Da s ungarische Pferd ist vollleibiger, als das pohlnische. Der gedrängte magere Kopf hat einen feurigen Ausdruck, das Ohr ist klein, das Auge hat einen scharfen Blick, die Nasenbeine sind etwas vorgebogen, der nicht selten hirschähnliche Hals ist an den Seiten- theilen breit, und der Rücken von dem sehr mäßig hohen Widerriste an sehr sanft vertieft, das runde Kreuz ist gedehnt, die Krupe ziemlich regelmäßig, und der Schweif sehr gut cm- gesetzt. Die Schultern sind frey, der Brustkasten vollkommen gewölbt, die Gliedmaßen sehr gelenksam, und die Fessel sehr sparsam oder gar nicht behaart. §. 6180. Nach den verschiedenen Farben werden die Pferde benannt: Der Glanz-, der Kohl-, der Sommer - und der stichelhaarige Rappe. Der Schwarz-, der Kastanien-, der Weichsel-, der Gold-, der Blut-, der Reh-, der Spiegel-, der Fahl-, der Apfel-, der Semmel-Braun. Der Zobel-, der Schwarz-, der Dunkel-, der Metall-, der Gold-, der Roth-, der Schweiß-Fuchs. DerAtlaß-, der Milch-, der Grau-, der Eisen-, der Schwarz-, der Mohrenkopf-, der Fliegen-, der Stahr-, der Apfel-, der Roth-, der Kokh-, der Honig-, der Forellen -Schimmel. Von dem Pferde- Einkäufe in Friedenszeiten. 35; Exterieur eines englischen Pferdes. Hkth. am 14. Aug. 8h.k 3444. Exterieur des französischen Pferdes. Hkth.am 14. Aug. 8n. H 8444. Exterieur des dänischen Pferdes. Hkth. am -4. Aug. 8,1. k 3444. Exterieur des schwedischen Pferdes. Hkth.am >4. Aug. 811. k 3444. Exterieur des deutschen Pferdes. Hkth.am 14. Ang. 8... n3444. Exterieur des pohknischeir PfervcS. Hkth.am >4.2fUi). 811. k 3444. Exterieur des ungarischen Pferdes. Hkth.am i4. Aug. Oi 1. k 3444Haarfarbe der Pferde. Hkth.am >4. Aug. Sn. K3444, Band vi. 65