Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 6. (Wien, 1821)

Von der Remontirungs»Jnspectlon. zu erstatten. Jährlich sind dann diese Relationen auf Ein Mahl dem Hofkriegsrathe vorzu«- legen, mit einer von dem Inspekteur zu bearbeitenden umfassenden Haupt-Relation, und in dieser mit einem summarischen Ausweise von jedem Lande: a) wie viele Stuten von ararischen Hengsten belegt worden sind; 1>) wie viele von ärarischen Hengsten erzeugte Fellen von jedem Jahrgänge vorhan­den sind; c) wie sich die Zahl der vorhandenen Stuten gegen das verflossene Jahr verhalt. In dieser Haupt-Relation ist auch anzuzeigen, auf welchem Grade der Vollkommen­heit sich die Pferdezucht in jedem Lande befindet; ob sie seit dem letzten Jahre vor- oder rück­wärts geschritten ist; — worin dies;falls die Wünsche des Landes bestehen; — was für Mit­tel anzuwenden; was für Hindernisse zu beseitigen sind. tz. 5917. Außer der Sorgfalt für die Landesbeschälanstalten im Allgemeinen hat es sich der In­spekteur in's Besondere angelegen seyn zu lassen, die Privat-Besitzer von Gestüten, und überhaupt die Pferdezüchter nach dem Maße, als die Kräfte der ärarischen Gestüts-Eta­blissements es erlauben, und nach dem Grade der Vorzüglichkeit derStuten bey solchen Pri­vaten, mit ärarischen Hengsten zu unterstützen. Es ist zu hoffen, daß nach einigen Friedens­jahren die ärarischen Gestüte eine reichere Ausbeute an Vaterpferden liefern, und eine solche Unterstützung möglich machen werden. 1IL R e m 0 n t i r u n g. h. 5918. Es wäre zu wünschen, daß dieRegimemer selbst in derMöglichkeit sich befänden, ihre Remonren um billige Preise anzuschaffen; weil auf diesem Wege die Regiments-Comman- danten, welchen daran gelegen ist, ihre Regimenter gut beritten zu sehen, die natürlichste Conrrolle für die kaufenden Officiere bilden würden. Zu diesem Zwecke hat der Inspekteur nicht nur in jedem Lande über den Schlag und die Angemessenheit der Mehrzahl der Pferde sich die genaue Ueberzeugung zu verschaffen, sondern auch, so viel es nur immer thunlich ist, sich in Kenntmß zu setzen, welche Officiere der verschiedenen Cavallerie-Regimenter zu dem Remonten-Einkäufe vorzüglich zu widmen waren. Ganz kann man sich jedoch auf diesen Weg der Beschaffung allein nicht verlassen, da schon, nebst anderen Hindernissen, die Truppen-Dislocation selbst manchen Regimentern den Remonren- Ankauf oft unmöglich machen wird. So zum Beyspiel wird die in Ungarn, Siebenbürgen und Galizien dislocirte schwere Cavallerie nicht in der Lage seyn, durch Hand­ankauf sich Remonten zu verschaffen; das Rühmliche gilt von der in Böhmen oder Inner- Oesterreich dislocirter^ leichten Cavallerie. §. 5919. Man muß daher immer vorbereitet seyn, von Seite des Staates Remonten anzu­schaffen. Auch da wäre der stille Handankauf vorzuziehen, weil jede größere Contrahirung schon an sich Aufsehen erregt, und dadurch zu Preissteigerungen Anlaß gibt. Der Inspekteur har es sich daher besonders angelegen seyn zu lassen, diejenigen Officiere der Gestüts-und Beschäl-Departements genau kennen zu lernen, welchen em solcher Handankauf mit Ver­trauen übertragen werden kann. §. 6920. Eine allgemeine Bemerkung über das Maß leichter Cavallerie - Pferde wird dem Inspekteur nachdrücklich empfohlen, um die unterstehenden Departements darnach zu beleh­ren, nahmlich: daß in Friedenszeiten leichte Remonten nur mit 14 Faust 3 Zoll an­Maß der leichte» fternonten. Hkth.am -s.M«rj 816. k 1335. Untetftft^ung fee tyeioaf* S3eflfjer öon ©eftüfen. .am id.wiän 816. k >335, k * 9 ■ Jinfauf fee ftemotUeti. 1 ^ftf.am »8,3Ji(iea 8i6«h i335. i t i ' [ SSetecfmtg fee ft emo tutit • fuecp £anianräuff. #it&.aiJt >8.3ftari 816. K i335.

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