Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 3. (Wien, 1820)

534 XIII. Hauptstück. XXXIV. Abschnitt. Noch richtiger und .geschwinder kann die Aufstellung des hölzernen Spiegels vorgenom­men werden, wenn von dem Puncte g auf die Linie a, b gegen das Mundloch abwärts in l-V' aufgetragen werden, wodurch man den Punct X erhalt, dann nurb deö Spiegels obere Fläche in der Höhe von 26 Zoll auf die Ziegeln, wie schon vorhin gesagt worden ist, der­gestalt gestellt, daß ein durch die Oeffnung q des Spiegels gehaltenes Senkbley gerade über den Punct x im Grundrisse trifft, und ein anderes am Puncre o des Spiegels a«ge­haltenes Senkbley gerade über was immer für einen Punct der Achse f, e im Grundrisse trifft. Sobald beyde Senkbleye auf die jetzt besagten Puncte eintreffen , steht dann der Spiegel in der gehörigen Lage, worauf dann der Kranz gelegt, und die Schienen oder Rippen eingelegt werden können. ES versteht sich, daß die Ziegel, worauf der Spiegel ruht, so gestellt sind, daß der Theil der Achse des Ofens, wo sich der Punct X befindet , frey gelassen ist, und das hinab gelassene Senkbley gesehen werden kann. §. 4222. Da der keilförmige Kranz den wesentlichsten Einfluß auf die Haltbarkeit und Fe­stigkeit des Ofengewölbes nimmt, so ist bey diesem Baue das vorzüglichste Augenmerk dc-- hin zu nehmen, daß die Behauung und Legung der Ziegel ringsum gleichförmig geschehe. Man behauptet nahmlich zu der ersten Lage a die Ziegel in ihrer ganzen Länge keilför­mig, überbindet diese am äußeren Rande ins Malter gelegte Ziegelreihe mit einem weniger be­hauten, an die eisernen Schienen anstoßenden ganzen Ziegel b, gleicht diese zweyte Ziegelschaar nach einem halben Ziegel rückwärts aus, und setzt mit der dritten Schaar den Kranz um b" oder einen halben Ziegel ab, in dem die zweyte nur nach einem ganzen ungehauenen Ziegel c am imtern Rande überdeckt wird. §. 4228. Die Wölbung des Ofens wird nach vollendetem Kranze nach einem halben Ziegel rc. angefangen und Vollender. Bey dem Wölben ist die Vorsicht zu gebrauchen, die an die Schie­nen zu legenden Ziegel immer mit ihrer unteren Kante mehr als mit der oberen anzuschlie- ßen, und sich mit den übrigen bis zur nächsten Schiene genau nach diesen Richtziegeln zu halten, wodurch das Ueberwölben vermieden wird; nach Maß, als das Gewölb wächst, muß es immer von innen und außen gut verworfen weroen. Zur größeren Versicherung der Haltbarkeit ist es gut, den oberen Theil ves Gewölbes platzelartig zu wölben und zu schließen. §. 4224. Das Mundloch erhält 24" Breite, die rechre Seite der Stirnmauer wir- 2‘/2 Ziegel, die linke Seire wegen des Lichthäuschen drey Ziegel lang angelegt. Wie die zwey Schienen Nr. I aufg estellet, und auf 28" von einander aus dem Mittel regulirt sind, so werden die Ziegel, welche auf die Breite des Mundloches an diese zwey Schienen angelegt werden, sowohl an der inneren als äußeren Seite abgerundet, um durch V 6" dicke Stirnmauer dem Einschießen des Brotes nicht hinderlich zu werden. Der Breite des Lichthäüschens gibt man 5 Zoll, erweitert es aber von innen, der besseren Beleuchtung wegen durch schrniegenartlge Behauung der Ziegel. Mit der vierten Schaar wird das Lichthäuschen überdeckt, ein kleiner Rauchzug von zwey bis drey Zoll ange­bracht, und dessen Ausgang in die fünfte angelegt. So wie das Mundloch sammt der ganzen Stirnmauer auf seine Höhe von gebracht ist, muß der Bedacht auf kleine Wiederlager zu dessen Einwölbung genommen werden. Diese Einwölbung geschieht nach einem halben Ziegel durch die ganze Stärke der Stirnmauer und zugleich als Wie­derlager über dieselbe vorgreifend, um die Wölbung des Ofens an diesem Theile haltbar fortsetzen tu können. §. 4325. Ist der Hintere Theil des Gewölbes auf »4ZZ Höhe vom Hcrdvffaster gestiegen, so wird von -er Mitte der Schienen Nr. X aus der mittlere Eamin mit 8" Weite bestimmt, von beyden En- -en desselben rechts oder links auf 3Z Entfernung, die beyden übrigen ebenfalls von 8,z angelegt. Oie Breite dieser drey Oeffnungen beträgt 6", also werden sie mit der vierten Schaar überdeckt. Anlage des keilförmigen Kranzes. Hkth. am 5. May 8,4. a 269.. Wölbung des Ofens. Hkth. am 5. Map 8,4. A 2691. ©firmncwT» %ftb. am 5.2);an 814. a *691. Qínfegung bet? Kamine, ff), am 5. jyjai; 814. A 2691.

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