Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 3. (Wien, 1820)

Von der Fleisch-Manipulation. 353 Uebrigens wird der Standes-und Verpflegungs-Ausweis in Hinsicht auf den Zu­wachs und den Abgang mit den vorgeschriebenen Dokumenten belegt. tz. 3491. Das besonders geführte Naturalien - Journal kann künftig 'wegbleiben, und es werden alle Naturalien sogleich nach ihrem von Zeit zu Zeit erfolgten Empfange unmittel­bar in die Rechnung eingetragen. Es wird also, um die Rechnungen legen zu können, nur eine besondere Vormerkung über die abgereichte Verpflegung zu halten seyn, aus welcher mit Ende eines jeden Monarhes der VerpsiegungS-Ausweis zu verfassen ist. tz. 3492. Bey der Verrechnung des aus den Uebernahms-Depots durch die Triebs-Depots in die vorwärts sich befindenden Abgabs-Depots getriebenen Viehes ist Folgendes zu.beobachten: In dem Lieferscheine, über einen jeden aus dem Uebernahms-Depots abgehenden Transport, muß sowohl die Anzahl der mit diesem oder mit jenem Brande gezeichneten Ochsen , als auch das Gewicht an Fleisch, Unschlitt und Jnnerey einer jeden mit dem nahm- lichen Brande gezeichneten Anzahl besonders ersichtlich gemacht werden. Wenn dabey zum Beyspiel ein Transport aus i5o Stücken besteht, und 5o mit A 1, andere 5o mit A 2, und bte letzten 5o Stücke mit A 3 gezeichnet sind, so werden sie in dem Lieferscheine auf die folgende Art aufzuführen seyn: 5o Stück mit A i gezeichnet, das Stück zu 45o Pf. . . . 22,500 Pf. 5ü » » A 2 » »..».» 45O » ... 22,000 » 5o v »A3 » » v » 460 » ... 28,000 » Zusammen also i5o Stück mit 6ti,ouo Pf. Jedes Uebernahms-Depot bringt diese Ochsen in seiner Rechnung an das nächste Tnebs- Depot, an welches dteselben abgegeben werden , unter Beylegung der von diesem Depot er­haltenen Quittung in die Ausgabe. Das Triebs-Depot, bey welchem, mit Ausnahme des Falles einer sich zeigenden Schwendung, keine neue Abschätzung vorgenommen werden darf, nimmt, die Schlachtochsen in Hinsicht auf die Zahl und das Gewicht nach den ihm zugekommenen und seiner Rechnung beyzulegeuden Lieferscheinen, welche hier die Stelle der Gegenscheine vertreten, in den Enr- pfang, und bringt sie mit dem nähmlichen Gewichte, entweder an ein anderes Triebs- Depot, oder gleich an das Haupt-Abgabs-Depot, unter Beylegung der ihm zugekomme­nen Quittung in die Ausgabe. Jedes Triebs-Depot fertigt über einen jeden von ihm weiter abgegebenen Transport einen neuen Lieferschein, mit der nähmlichen Umständlichkeit aus, wie sie oben für das Uebernahms-Depot vorgeschrieben worden ist, was wegen der Deut­lichkeit der ursprünglichen Lieferscheine allezeit sehr leicht geschehen kann. Denn wenn zum Beyspiel von den eben bemerkten i5o Stück wegen der Ermüdung 10 mit A 3 gezeichnete Stücke zurück behalten, und erst mit einem späteren Transporte weiter getrieben werden müßten: so würde daS Triebs-Depot seinen Lieferschein aus die folgende Art. auszustel­len haben: 5o Stück mit A 1 gezeichnet, das Stück zu 45o Pf. .. . 22,600 Pf. 5o » » A 2 y> » » » 45o » ... 22,600 » 4.0 » »A3 » » » » 460 » « , iB,4oo x> Zusammen also 140 Stück mit 63,400 Pf. Dadurch wird sich ergeben, daß in der Rechmmg des Triebs-Depots 10 Ochsen mit 4600 Pfund so lange in dein Reste beiben, bts sie sich erhöhst haben, und mit einem Transporte weiter geschickt werden. Wie dieß geschieht, so heißt es in dem Lteferscheine über jenen Transport, dem diese 10 Ochsen angeschloffen werden: 10 Stück mit A 3 gezeichnet, das Stück zu 460 Pf. 4600 Pf. rc» Band HL 89­Auch die Natural - Journale werden eingestellt. Hk th.amSi. März Sog. Beobachtung bey der Ver­rechnung des aus dem Ueber- nahms-Depot in die voraus sich befindenden Abgabs-Depots getriebenen Viehes. Hkt h.am3>.März 809. » » 0979.

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