Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 2. (Wien, 1820)

224 Don der Herausnahme der Lungen. Hkth. am r5. Feh. 818. C 209. Don der Untersuchung des Herzbeutels. Hkth. am 25. Feb. 818, c 209. Was am Herzen zuerst zu «nters-uchen ist. Hkth. am 25. Feb, 618. C 209, tiefer in dieselben, vielleicht gar bis zur Insertion der großen Lungengefäße eindringen. Ob und welche großen Arterien und Venen der Lungen verletzt sind. Ob sich die Lungen mit dein Brustfelle verwachsen, entzündet, vereitert, verhärtet, brandig, gequetscht und zerrissen zeigen; wie und an welchem Orte; ob keine Ergießung von flüssigem oder ge­ronnenem Blute, von Wasser, Eiter oder sonst einer Flüssigkeit in der Brusthöhle vorhan­den ist, wodurch die Lungen zusammen gedrückt wurden, und in welcher Quantität. Ob eineBerstung oder Zerreißung derLungen vorhanden ist; wo und wie tief dieselbe in die Lun­gen - Substanz eindringt. Ob keine Windgeschwulst, keine Ueberfüllung der Blutgefäße, der Lungen mit Blut, in Hinsicht der Farbe derselben u. s. w. zu beobachten ist. §. 2023. Sodann werden die Lungen, wenn sie mit dem Brustfelle nicht verwachsen sind, eine nach der anderen aus ihrem Sacke, nachdem die Luftröhre und das Band an dem hm- reren Theile der Grundfläche entzwey geschnitten worden ist, leicht heraus genommen. Die Verwachsungen der Lungen mit dem Rippenfelle sucht man mit den Fingern zu trennen, und wenn dieses nicht mittelst eines gelinden Druckes auf die Lungen geschehen kann, so muß man das Messer gebrauchen, damit durch eine stärker angewendete Gewalt keine Zerreißun­gen der Oberfläche der Lungen-Substanz veranlaßt werden. Die heraus genommenen Lun­gen befühlt man sodann überhaupt noch Ern Mahl, ob sie nicht beyde, und in's Besondere die rechte vor der linken, oder umgekehrt, vom Blute strotzend und dunkelblau erscheinen. Ob die Oberfläche derselben nicht etwa mit einer falschen Haut, mit einer zähen oder sulzi- gen Massa, mit einer dunkelrochen oder dunkelblaulich gesprenkelten Farbe besetzt ist. So­dann werden die Lungen an verschiedenen Stellen eingeschnitten, und es wird dabey bemerkt, ob dadurch in ihren Zellchen keine blutige, wässerichte, eiterartige oder andere Feuchtigkeit gefunden wird, und wie viel. Ob nicht andere Arten von irgendeiner krankhaften Beschaf­fenheit in den Lungen, als: Balggeschwülste, Lungenknoten u. dgl. vorhanden sind. §. 2024. An dem Herzbeutel von außen und innen, nachdem er zuvor mittelst der Schere an seiner vorderen Fläche von seiner Anheftung am sehnichten Theile des Zwerchfelles bis nach aufwärts, wo er sich an die Hauptstämme der Gefäße am Grunde des Herzens ansetzt, ge­öffnet worden ist, untersucht man, ob er ganz frey oder an irgend emer Stelle mit den Lungen, mit dem Herzen ganz oder zum Theile verwachsen, und von welcher Größe und Far­be er ist. Ob er nicht verletzt ist und wie. Ob keine Anhäufung von Blrlt, Blutwasser, oder von einer ungewöhnlich.großen Menge von Herzbeutelfeuchtigkeir sich in demselben vor­findet. Ob er nicht in einem entzündlichen Zustande, oder in dem Zustande der Eiterung und des Brandes sich befindet. Oder endlich, ob er nicht etwa, wie man in seltenen Fallen schon zu beobachten die Gelegenheit hatte, gänzlich fehle. H. 2025. Am Herzen wird zuerst untersucht: Ob die an demselben befindlichen großen Stämme der Blutgefäße in regelmäßigem Zustande sind oder nicht. Ob in demselben, dann besonders in der Lungen-Arterien-Kammer und im Hohl-Venen-Sacke, in der rechten oder vorderen Herzkammer und Vorkammer keine Anhäufung von flüssigem oder geronnenem Blute zu beobachten ist; von welcher Beschaffenheit und Menge das Blut rst, welches man daselbst fand. Ob in dem Herzen und seinen großen Blutgefäßen keine polipösen Concremente gefun­den werden. Ob man das Herz und seine großen Gefäße nicht verwundet, an irgend einer Stelle geborsten, krankhaft erweitert, verknöchert, entzündet, vereitert und brandig antrifft. Wie groß die Verwundungen an dem Herzen und seinen großen Gefäßen sind, und ob sie bis in ihre Höhlen selbst, und nahmentlich in welche, eindringen. Ob und welche Kranzgefäße des Herzens dadurch verletzt wurden, oder ob die Wunde bloß in die fleischige Substanz des Herzens eindrang. Endlich ob nicht auch die zum Herzen gehenden Nerven durch äußerlich angebrachte Gewalttharigkeit auf irgend eine Art verletzt sind. Das Herausnehmen des Herr­VI. Hauptstück. XI. A b sch n i 11.

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