Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1864 (Wien, 1864)
Anhang
Stiftungen. 8 i i 1». Feldzeugmeister August Graf Degenfeld-Schonburg- Stiftung, gegründet durch Friedrich Wipperfürth aus Köln. Zur Unterstützung für unbemittelte gut dienende Feld-Aerzte, vorzugsweise aber für Unter-Aerzte zur Bestreitung der Rigorosen- und Promotions- Taxen, wenn sie sich legal ausweisen, dass sie die erforderlichen Studien an einer inländischen Lehr-Anstalt gemacht haben, und an einer solchen zu den strengen Prüfungen zur Erlangung des Doctorats zugelassen werden. In Ermanglung solcher Bewerber werden aiich dienende, gut conduisirte Unter-Aerzte, welche an einer inländischen Universität oder an der medi- einisch-chirurgischen Josephs-Akademie die höheren medicinich-chirurgi- schen Studien für das Doetorat nachtragen, mit Unterstützungen betheilt. Das Stiftungs-Capital besteht in einer apercentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 14.000 fl. C. M., deren Interessen, nach Abzug der Einkommensteuer, vom Jahre 1862 an, jährlich vertheilt werden. Das Recht der Verleihung , so wie die Bestimmung des Betrages der Unterstützungen steht dem jeweiligen Kriegs-Minister zu. Die Gesuche um derlei Unterstützungen sind bei dem k. k. Kriegs-Ministerium zu überreichen. (Abth. 9, Nr. 1798, vom 19. April 1862.) 16« Eugenia-Stiftung des Doctors SigmundBernstein, Regiments- Arzt bei dem Infanterie-Regimente Nr. 33, zum Ankäufe von Weihnachts- Geschenken für Kinder, welche das 12. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben, von Gemeinen und Stellvertretern des Huszaren-Regiments Graf Radetzky Nr. 3. Das Stiftungs-Capital besteht in der öpereentigen National-Anlehens- Obligation pr. 200 fl. (Abth. 20, Nr. 1165, vom 24. Mai 1857.) In Ermanglung von Kindern der Gemeinen und Stellvertreter können auch Kinder von in der Dienstleistung befindlichen Unter-Officieren vom Wachtmeister abwärts mit Weihnachts-Geschenken betheilt werden. (Abth. 6, Nr. 1962, vom 29. Februar 1860.) 1?« Des Majors Carl Ritter v. Gaupp , bestehend in einem Capitale von 11.000 fl., von welchem 7900 fl. W. W. in 2y2percentigen Wiener Stadt-Banco - Obligationen, und 3100 fl. C. M. in Spercentigen Staats-Schuldverschreibungen depositirt sind. Die Interessen des Stiftungs- Capitals sollen alljährlich zur Unterstützung fleissiger und ordentlicher Hausväter der gesammten k. k. Militär-Grenze, welche die Erde mit Fleiss bebauen, in ihrer Landwirtschaft aber ohne eigenes Verschulden durch böse Menschen, oder störend und nachtheilig einwirkende Natur-Ereignisse Schaden erlitten haben, verwendet werden. Das Vorschlagsrecht üben die Landes-General-Commanden zu Temesvár und Agram aus; das Verleihungsrecht steht dem Kriegs-Ministerium zu. (B. 3728, vorn 8. September 1836.) 18» Des Pfarrers Thomas Gergurevit*. Die Zinsen von dem Capitale pr. 2770 fl. W. W. haben eine dreifache Bestimmung, und zwar: zur Unterstützung für einen dem geistlichen Stande sieh widmenden Jüngling aus der Verwandtschaft des Stifters, für arme Witwen und Waisen, und endlich für mittellose Kranke in dem Neu-Kapel- laner Pfarrbezirke mit Arzeneien. Die Vertheilung geschieht von dem jeweiligen Pfarrer zu Neu-Kapella in Slavonien. (C. 1293, vorn 7. September 1793.) 19» Des Wiener Hauseigentümers Carl Giugno^ zu Gunsten des Militär-Spitales zu Carlsbad für zwei reconvalescirende Soldaten, welche am 1. Juli jeden Jahres mit den öpercentigen Interessen des Stiftungs-Capitals