Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes (Wien, 1859)
Anhang
Stiftungen. 579 Das Verleihungsrecht hat der Oberlieutenant Stephan v. Rodic, und nach dessen Tode der von ihm hierzu Ernannte. (Vom 22. October 1803.) 38. Der Maria Victoria v. Kupp. Siehe A, Nr. 61. 39* Des k. k. Feld - Stabsarztes Johann v. Schlisch. Derselbe hat drei Wiener Stadt-Banco-Obli- gationen im Gesanuntbetrage von 3000 fl. W. W. mit der Bestimmung gewidmet, dass die hiervon entfallenden Interessen zur Anschaffung von Instrumenten für die Aerzte der beiden Warasdiner Grenz-Regimenter und zur Anlegung einer im gemeinschaftlichen Spitale zu Belovär aufzustellenden ärztlichen Bibliothek verwendet werden. Diese Verwendung ist von der Warasdiner Grenz- Truppen-ßrigade immer nur im Einvernehmen mit den Regiments- oder Chef-Aerzten der Warasdiner Regimenter zu bewirken. (B. 5411, vom 31. December 1841.) ?iO. Des k. k. Feld-Caplans Adalbert Schönbeck. Zur Anschaffung erbaulicher Krankenbücher für die im Spitale befindliche Mannschaft des Uhlanen-Regiments Nr. 7. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5per- centigen Staats-Obligation pr. 100 fl. C. M. Das Anschaffuugsrecht steht dem jeweiligen Regi- ments-Caplane zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 6039, vom 6. August 1854.) *41. Des k. k. Kreis-Regierungs-Präsidenten Freiherrn v. Schrenk. Für drei der ältesten und erwerbsunfähigen Individuen aus dem Budweiser Kreis-Regierungs- Bezirke. Das Capital besteht in 370 fl. C. M. 5percen- tiger Staats-Schuldverschreibungen, deren Interessen zu gleichen Theilen alljährlich zu vertheilen sind. Das Verleihungsrecht steht dem Militär-Commando in Böhmen zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 4385, vom 17. Nov. 1853.) *42» Feldzeugmeister Carl Fürst Schwar- zenberg-Militär-Stiftung für ausgediente Militärs hus dem Kronstädter Kreise, vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts, gegründet von dem k. k. Statthalterei-Rathe und Kreis-Vorsteher zu Kronstadt, Ignaz Krünner, aus gesammelten Beträgen. Das Stiftungs-Capital besteht in 1000 fl. 5per- centiger National-Anlehens-Obligationen, welches bei der Sammlungs-Casse zu Kronstadt aufbewahrt wird. Das Vorschlagsrecht steht dem k. k. Kreis-Vorsteher zu Kronstadt, und das Verleihungsrecht dem com- mandirenden General in Siebenbürgen zu. * (Section III, Abth. 4, Nr. 1772, vom 12. Febr. 1857.) 43* Des k. k. Ober-Arztes Joseph Seiberle, zum Transporte schwer Verwundeter im Felde mittelst Lastthiere. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5per- centigen Staats-Schuldverschreibung pr. 8275 fl., deren Interessen bis zum Ausbruche eines Feldzuges capitalisirt werden. (Abth. 20, Nr. 569, vom 25. Februar 1858.) liti. Des katholischen Pfarrers Johann Se- lishkar zu Golubince im Peterwardeiner Grenz- Regimente. Derselbe hat ein in einer 4percentigen Verlosungs-Obligation bestehendes Capital pr. 702 fl. mit der Bestimmung gewidmet, dass die davon entfallenden Interessen zur Unterstützung der ärmeren Classe der Golubincer Grenzer in Entrichtung der jährlichen Steuern verwendet werden. Die Auswahl der Grenz-Familien ist der Golubincer Compagnie einvernehmlich mit dem dortigen Pfarr-Amte, und im Falle sie nicht einig werden sollten, die Entscheidung dem Peterwardeiner Grenz-Regiments-Com- mando überlassen. (B. 3608, vom 25. August 1843.) *43. Des Marchese Giovanni de Serpos, für Reconvalescenten der Garnisons-Spitäler Nr. 1 und 2 in Wien. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 2per- centigen verlosbaren Hofkammer - Obligation pr. 1000 fl. W. W. und in einer derlei Obligation pr. 381 fl. W. W.; dann in einer 4percentigen Verlosungs-Obligation pr. 1790 fl. C. M. Von dem Erträgnisse sind 5 fl. W. W. für eine am Tage des heiligen Johann Baptist in der Capelie des Garnisons-Spitales Nr. 1 zu lesende heilige Messe bestimmt; der Rest ist zur Verthei- lung an je 15 Reconvalescenten der Garnisons- Spitäler Nr. 1 und 2 in Wien gewidmet. (Abth. 18, Nr. 647, vom 19. Mai 1857.) *46. Des Semliner Bürgers Lazar H. Simie. Das Capital besteht in 1283 fl. 48 kr. C. M. und 4765 fl. 30 kr. W. W., welches bei Privaten nutzniesslich angelegt ist. Die Interessen desselben werden alljährlich an arme und dürftige Einwohner Semlins, besonders an junge Leute, welche sich gut aufführen und Reissig lernen, an alte und krüppelhafte Personen, dann an Mädchen, welche in eine anständige Ehe zu treten Gelegenheit haben, vertheilt. Der Vorschlag zur Betheilung wird von den Stif— tungs-Curatoren erstattet, und vom Semliner Magistrate bestätiget. (B. 801, vom 19. Februar 1840.) 39. Des Vice-Gespans des Wieselburger Co- mitats, Franz v. Stehlik. Siehe B, Nr. 141. 248. Des Ober-Arztes Anton Stenzei, zum Besten der kranken Soldaten der — dem vom Stifter ursprünglich dafür bestimmt gewesenen, nun aber aufgelösten Sappeur-Corps — diessfalls sub- stituirten 12. Genie-Bataillons, welche der Reihe nach, jedes Jahr ein anderes, mit den Interessen des Stiftungs-Capitales, bestehend in einer 2per37 *