Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes (Wien, 1859)

Anhang

Stiftungen. 577 Stützung, als auch der zwei Stipendien auf die männ­lichen Nachkommen seines obbenannten Oheims weiland Andreas Jurchich in gleicher Weise über­gehen, und im Falle des Aussterbens der männ­lichen Nachkommenschaft dieser zwei in der Mili­tärgrenze wohnenden Linien verordnet der Stifter, dass der ganze Stiftungs-Genuss auf seine gegen­wärtig in Slawonien in derVeröczer Gespanschaft wohnenden Verwandten, behufs der Erziehung zweier Knaben aus deren männlichen Nachkommen gelangen soll. Nach dem Aussterben des männlichen Stam­mes der obgenannten Familie Jurjevic hat das Recht dieser Stiftung auf den weiblichen Stamm dieser Familie überzugehen. Das Verleihungsrecht hat das Militär-Gouverment zu Agram. (B. 5760, vom 27. November 1847.) 23* Des k. k. Hofkriegs-Rathes und Artil­lerie-Obersten Franz v. Köclil für acht arme Kinder von Armee-Ober-Commando-Kanzlei-Be- amten, und zwar für Mädchen bis zum 18., und für Knaben, welche sich den Wissenschaften und Kün­sten' widmen, bis zur Vollendung ihrer Studien, für Nichtstudirende aber bis zum 20. Lebensjahre, welche jedes mit jährlich 100 fl., dermal 80 fl. C. M. zu betheilen sind. Das Stiftungs-Capital besteht in 19.470 fl. in Staats-Schuldverschreibungen mit einem jährli­chen Interessen-Ertrage von 786 fl. 33 kr. C. M. Das Verleihungsrecht steht dem Armee-Ober-Com- mando, die Vermögens-Verwaltung der niederösterrei­chischen Statthalterei zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 9593, vom 7. Sept. 1855.) 2?4» Des k. k. Majors Kretschmaier v. Treukampf, für einen ehelichen krüppelhaften Nachkommen eines k. k. Militärs vom Oberlieute­nant abwärts, oder eines im Range äquiparirenden k. k. Militär-Beamten. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5per- centigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1000 fl. C. M. Das Ernennungsrecht und die Obsorge über die Stiftung steht dem Armee-Ober-Commando zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 5259, vom 27. Mai 1855.) 25* Der V^eitmeritxer Kreises-Insassen. Das Capital besteht in einer öpercentigen ver­losten Staats-Schuldverschreibung über 1180 fl. C. M. Von den Stiftungs-Interessen sollen jährlich zwei ausgediente aus diesem Kreise gebürtige Krieger zu gleichen Theilen betheilt werden. Das Vorschlagsrecht steht dem Militär-Comman- danten in Böhmen, das Verleihungsrecht dem Armee-Ober- Commando zu. (L. 925, vom 5. Marz 1851.) 26« Des pensionirten Ober-Feldarztes Fer­dinand Mertens, wornach die Kinder unter 13 Jahren der Invaliden vom Feldwebel und Wacht­meister abwärts des Paduaner Invalidenhauses alljährlich am Weihnachts-Tage mit den Stiftungs- (Gedruckt am 11. December 1859). Capitals-Interessen gleichmässig als Christ-Ge­schenk betheilt werden sollen. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5per- centigen National-Anlehens-Obligation pr. 570 fl. C. M. (Section III, Abth. 4, Nr. 6257, vom 17. Juni 1855.) 27» Des pensionirten k. k. Thesaurariats- Rathes Friedrich v. Müller für das k. k. 23. Feld­jäger-Bataillon, um eine Bibliothek zur Ausbildung der Ober- und Unter-Officiere anzuschaffen. Das Stiftungs-Capital besteht ausser einem Baarbetrage von 111 fl. 54 kr. C. M. zur ersten Anschaffung, in einer 5percentigen Staats-Obliga­tion pr. 310 fl. (Abth. 20, Nr. 326-2, vom 24. März 1857.) 28* Der Freifrau Constanze v. MjTius, geborne Zeimliger, Das Capital besteht in 50 fl. C. M., dessen Interessen jährlich am 26. März unter der Benen­nung einer Mylius-Prämie demjenigen dürftigen Schüler der 3. Normal-Classe der Oberschule zu Caransebes im Romanen - Banater Regimente zu Theil werden sollen, welcher von dem jeweiligen Obersten dieses'Regiments im Einvernehmen mit dem Dechante für den fleissigsten und sittlichsten anerkannt wird. (B. 3609, vom 26. September 1839.) 29- Aus den Vermächtnissen des Hauptman­nes Franz Maria Freiherrn v. ©chetasky, des Wiener Bürgers Johann Michael Rudolf und des Reichstädter Dechanten Franz v. Scliön- feld, dann aus den Spenden mehrerer Pa­trioten in Böhmen während der Kriegsjahre von 1807 bis 1814 für die Militär-Bade-Anstalt zu Schönau. Das Capital besteht in öffentlichen Fonds- Obligationen im Nennwerthe von 34.645 fl. 46 kr., wovon ein Theil im Betrage von 14.306 fl. 14 kr. zur Unterstützung der das Bad zu Schönau bei Teplitz gebrauchenden mittellosen Officiere, der andere im Betrage von 20.339 fl. 32 kr. auf Zula­gen für die zum Gebrauche des Bades nach Schönau kommende Militär-Mannschaft bestimmt ist. Die Verwaltung des Stiftungs-Erträgnisses, sowie die Vertheilung der Unterstützungs-Beträge an Officiere ist dem Landes-General-Connnando in Prag übertragen, welches in Absicht auf die Verwendung etwaiger Ueber- schiisse von dem auf Zulagen für die Mannschaft bestimm­ten Erträgnisse dem Armee-Ober-Commando die Anträge zu erstatten hat. (Section III, Abth. 7, Nr. 4962, vom 15. Dec. 1856.) 30* Militär - Grenz - Gemeinde-Schulen-Stif- tung des pensionirten k. k. Majors Basilius ©stoic Edler v. liövvenheim, aus Anlass der glückli­chen Lebensrettung Seiner k. k. Apostolischen Majestät Franz Joseph I. Das Stiftungs-Capital besteht in einer Natio­nal-Anlehens - Haupt - Obligation pr. 500 11., von deren jährlichen 5percentigen Interessen pr. 25 fl. in Silber-Münze am 18. Februar eines jeden Jah­res, als am Tage der glücklichen Lebensrettung I Seiner k. k. Apostolischen Majestät, die fähigsten 37

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