Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes (Wien, 1859)

Anhang

Stiftungen. 565 13?« Neu creirte S«b!es\ aucr Invaliden­oder ausgedienter Capitulanten-Stiftung, gegrün­det von den k. k. Beamten und dem Stadtrathe zu Sobieslau. Das Stiftungs-Capital bestellt in einer 5per- centigen Staats-Schuldverschreibung pr. 200 fl., und in einer 5percentigen National - Anlehens- Obligation pr. 310 fl. Die Ernennung des Stiftlings stellt dem jeweiligen Stadtvorstande von Sobieslau im Einverständnisse mit dem Orts-Seelsorger und k. k. politischen Amts-Vor­stände dieses Bezirkes, und die Bestätigung der Ernen­nung dem k. k. Kreis-Chef, einvernehmlich mit dem be­treffenden k. k. Ergänzungs-Bezirks-Commando zu. (Abth. 20, Nr. 616, vom 1. März 1858.) 138» Des Grosshandlungshauses Stametz- Mayer und Compagnie. Für 10 Invalide des Wiener Invalidenhauses. Die Interessen des Capitales pr. 1000 fl. C.M. werden jährlich am 18. Februar durch das Armee- Ober-Commando vertheilt. (Section III, Abth. 4, Nr. 4318, vom 12. Nov. 1833.) 139. Des Pfarrers Franz Staszkiewicz zu Landskron. Für aus der Stadt Zywiec gebürtige In­validen. Das Stiftungs-Capital beträgt 100 fl. C. M., von dessen jährlichen Interessen ein oder zwei Invaliden von dem Commandanten des Tyrnauer Invalidenhauses zu betheilen sind. Die Obsorge über die Stiftung steht dem Armee- Commando zu. (Section 111, Abth. 4, Nr. 6801, vom 24. August 1834.) 130. Des Vice-Gespans des Wieselburger Comitates Franz v. Steblik. Bestehend in dem vierten Theile des Zins- Erträgnisses seines Hauses sammt Garten in Un- garisch-Altenburg, zu Gunsten eines Invaliden ungarischer Nation, vorzugsweise eines solchen, der des Stifters Namen führt. Die übrigen drei Viertheile der Zinsen sind zu gleichen Theilen dem Piaristen-Collegio, dem Spitale zu Altenburg und zu den Haus-Reparaturen bestimmt. Die Ver­waltung der Stiftungs-Realität hat der Vorstand des Marktes Altenburg, mit Zuziehung des Rec­tors des Piaristen-Collegiums und eines Beneficia- ten des Spitals, unter der Controle der k. k. Statthalterei zu Ofen. Die Vertheilung ist dem Militär-Commando in Un­garn überlassen. (D. 5702, vom 7. December 1830, und 1). 4390, vom 27. August 1834.) 131. Des Hauptmannes im k. k. Kriegs-Ar­chive Joseph Strack, für das Tiroler Jäger- Regiment Kaiser Franz Joseph unter dem Namen „Pirquet-Stiftung”, zur Erinnerung an das Wirken des k. k. Feldzeugmeisters und zweiten Regi­ments-Inhabers Peter Freiherrn Pirquet v. Ce- senatico im genannten Regimente, und zum An­denken an dessen am 22. Juli 1848 hei Rivoli gefallenen Sohn, des Hauptmannes und Mil. Maria-Theresien-Ordens-Ritters Anton Freiherrn Pirquet v. Cesenatico. Die Stiftungs-Interessen sollen alljährlich am 12. März zum Andenken an die glückliche Rettung Seiner Majestät des Kai­sers Franz Joseph I. zu gleichen Theilen an fünf schwer verwundete bedürftige Invaliden, und in deren Ermanglung an fünfzehn der bestconduisir- ten Veteranen des genannten Regiments vertheilt werden. Das betreffende Regiinents-Commando soll das Vorschlagsrecht, und der jeweilige zweite Regiments-Inhaber das Verleihungsrecht ausüben. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5per- centigen Staats-Schuldverschreibung pr, 1500 fl. C. M. (Section III, Abth. 4, Nr. 2920, vom 15. März 1856.) 13&. Des k. k. Feldzeugmeisters Gottfried Freiherrn v. Strauch. Bestehend in einer 4percentigen Staats- Schuldverschreibung pr. 500 fl. C. M., wovon die jährlich entfallenden Interessen an zwei realinva­lide Gemeine des Infanterie-Regiments Nr. 24, deren Auswahl und Betheilung dem Armee-Com- mando in Galizien überlassen ist, vertheilt werden. (D. 3587, vom 31. August 1837.) 133. Der Gemeinde Strengberg. Für einen in der Pfarre Strengberg gebornen, entweder von dieser oder auf Rechnung dersel­ben abgestellten und invalid gewordenen Mann, vom Feldwebel abwärts, in Ermanglung eines solchen Individuums aber für einen Invaliden aus dem Werbbezirke des Infanterie-Regiments Nr. 49. Das Capital besteht in der 5percentigen ver­losten Staats-Schuldverschreibung pr. 24011. C.M. Die Betheilung mit den Interessen geschieht jährlich am 2. December, als dem Tage der Thronbesteigung Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. Das Vorschlagsrecht steht dem jeweiligen Regi- ments-Commandanten des Infanterie-Regiments Nr. 49, und dfts Verleihungsrecht dem Chef der III. Section des Armee-Ober-Commando zu. (D. 2598, vom 28. April 1850.) 133.* Des Beneficiaten Johann Chrisanth Maria Stross. Das Capital besteht aus öffentlichen Fonds- Obligationen im Betrage von 150 fl. C. M. und 400 fl. W. W. Die hiervon entfallenden Zinsen werden alljährlich am Geburtstage des jeweiligen Landesfürsten, oder am Sterbetage des Stifters an die im Wiener Invalidenhause befindlichen würdigsten Invaliden, und, wenn sich darunter geborne Leopoldstädter befinden sollten, vorzüg­lich unter diese vertheilt. Das Vorschlagsrecht ist demWienerlnvalidenhause, die Verleihung dem Armee-Ober-Commando überlassen. (D. 5952, vom 22. October 1836.) 133. Des Johann Edlen v. Strzembosz. Bestehend in Staats-Obligationen verschie­dener Gattung, zusammen pr. 3500 fl. C. M., deren Interessen für jene Invalide, w elche von den Gütern des Stifters: Lasky, Sroki, Olszanice, Fredoracz, Novonolz und Mitulin in Galizien ge­bürtig, und zur k. k. Armee ausgehoben worden

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