Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 26/2. (2000)

Arheologie

110 MIHAI BLÄJAN, WILHELM THEISS In den Querschnitten S I und S II ist die kaiserliche Strasse Sarmisegetusa-Apulum entdeckt worden. Hier wurde in der Strassenachse eine mit Kiessand überschüttete Steinpacklage vorgefunden. Die Breite der Kiessatidschicht beträgt ca. 12,00 m im Querschnitt S I, und 8,00 m in S II. Die Strasse Apulum-Ampelum, welche in den Querschnitten S IX und S X entdeckt wurde, hat eine Fahrbahnbreite von 9,40 m. Der Strassenoberbau besteht aus Kiessand der mit kleineren Steinen vermengt ist. Die Kiessandschicht hat eine Gesamtbreite von 10,60 m im Querschnitt S IX. Die Hauptstrasse Cedonia - Apulum welche in der heutigen Bälcescu- Strasse in einem relativ guten Zustand vorgefunden wurde, ist auf einer Länge von 41 m kartiert worden. Der Oberbau besteht aus einer 0,02 - 0,05 m dicken Sandunterlage und einer bis 0,22 m starken Kiessandlage welche die Bauphase der Strasse darstellen. Oberhalb dieses Aufbaus befinden sich zehn mit bindigem Boden verunreinigte Kiessandlagen die eine Stärke von jeweils 0,07 - 0,13 m aufweisen. Diese Lagen stelien die entsprechenden Instandhaltungsphasen dar, welche entlang der Jahrhunderte in nachrömischer Zeit bis ins Mittelalter stattgefunden haben. Auf der Osteseite dieser Strasse deren Fahrbahnbreite auf 6,80 m geschätzt wird (Breite der Kiessandlage 7,30 m), konnte erstmals das Vorhandensein eines Gehweges signalisiert werden. Der Gehweg besteht aus einer bis 0,10 m starken und 2,70 m breiten Kiessandlage. Die römischen Stadtstrassen haben einen Querschnitt der sich nicht von demjenigen der Ausserortsstrassen unterscheidet. Im Strassenraum sind keine Seitengräben und auch keine unterirdischen Wasserleitungen bzw. Entwässerungsanlagen vorgefunden worden. Ausnahmen gibt es nur im Querschnitt S VII, wo ein kleiner Seitengraben am Westrand der Strasse zu verzeichnen ist, bzw. im Querschnitt S VIII, wo sich ein Gehweg auf der Ostseite der Strasse befindet. Der Strassenoberbau der Römerstrassen besteht aus einer oder mehreren Lagen Kiessand der mit kleinen Steinen vermengt ist (Abb. 9). In den Querschnitten S I und S V wurde in der Strassenachse ein Streifen entdeckt der aus je 4 - 5 nebeneinanderliegenden grösseren Steinen besteht. Dieser Streifen ist kein gepflasterter Streifen und auch keine echte Packlage im Sinne der heutigen Strassenbautechnik. Die Steine liegen relativ weit auseinander und die Zwischenräume sind mit Kiessand aufgefüllt. Wir vermuten dass der Steinstreifen eine vermessungstechnische Rolle gespielt haben könnte. Mit dem Steinstreifen wurde die Strassenachse vor Ort trassiert, dann wurde die Kieslage über die gesamte Strassenbreite aufgetragen. Anhand der Korrelation zwischen der Topographie der entdeckten Strassen und der Gebäudereste welche in unmittelbarer Nähe dieser Strassen gefunden wurden, wird der Versuch unternommen, einige urbanistische Details des antiken Stadtviertels westlich des Lagers der XIII. Legion GEMINA zu rekonstruieren. Nach dem Einträgen der entdeckten römischen Strassenquerschnitte in den Lageplan des heutigen Munizipiums Alba lulia und nach dem Übereinanderlegen dieses Lageplans (bei entsprechendem Maßstab) über den Lageplan der mittelalterlichen Stadt, letzterer Lageplan wurde vom italienischen Architekten Giovanni Morando Visconti erstellt und vom Autor am 18 Februar

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