Náday Károly–Sáfrán Györgyi: Történeti kutatások Kufsteinban. Czuczor Gergely rabsága (A MTAK közleményei 14. Budapest, 1984

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178 33. Eine Vorlage [Pest, 13. Juli 1850.] [deutsch] Dr. Alexander Bach Hochwohlgeboren in Wien 12674/G Hochwohlgeboren Herr Minister! Joseph Gráf Teleki, hat im Namen der ungarischen Academie meine Vermitt­lung in Anspruch genommen, womit um dem grossen etymologischen Wörterbuch seinen Fortgang und seine Vollendung zu sichern, dem Bearbeiter dieses Werkes, Gregor Czuczor, der wegen eines kompromittirenden Liedes zu 6 jáhrigem Ge­fangniss in Eisen verurtheilt wurde, die riickstándige Strafe aus a.h. Gnade Sr. Majestát nachgesehen, oder noch dessen Übersetzung in ein Kloster zu Pesth, wo ihm die Behelfe zu seiner Arbeit leichter an die Hand gegeben werden können, erwirklicht werden möge. Ohne die von Seite des Grafen Teleki, zu Gunsten Czuczor* s angeführten be­sonders rücksichtswerthen Motive, die sich nach eingeholten Erkundigungen als wahrheitsgetreu herausstellen, wiederholen zu wollen, kann ich nicht umhin zu­bemerken, dass die allgemeine Theilname, in dem jüngst veröffentlichten Ver­zeichnisse derjenigen, denen Sr.Majestát mit a.h. Entschliessung von 9 te n l.M. die rückstandige Freyheitsstrafe nachzusehen geruhte vielleicht keinen Namen schmerzlicher vermisste, als eben jenen Czuczors, der sich in Folge seiner literarischen Wirksamkeit, und seines früheren untadelhaften Lebenswandels eines sehr vorteilhaften Rufes erfreut, und dessen Strafe überdies durch die allgemeine Stimme, als — im Verháltnisse zu anderen Urtheilen — áusserst streng bezeich­net wird. Da mir die ihn betreffenden Untersuchungs-Aktén nicht vorliegen, kann ich über die Richtigkeit dieses allgemein verbreiteten Ansicht wohl kein Urtheil ab­geben, hege jedoch die Überzeugung, dass bey der Persönlichkeit Czuczor's, dessen oben erwáhnter Lied als vereinzelndes Faktum in seinem sonst untadel­haften Leben dasteht, dessen Freylassung um so weniger als bedenklich erschei­nen diirfte, als er in den jetzigen Verháltnissen, wo kein beirrender Anstoss von Aussen zu befürchten ist, er in der Bearbeitung des erwáhnten Wörterbuches, dem er seií; Jahren mit besonderer Vorliebe obliegt, so wie in seinen sonstigen Be­rufspflichten eine ausschliessliche Bescháftigung seiner Thátigkeit finden kann und wird. Ich erlaube mir daher das gegenwártige Gesuch, der ungarischen Academie, auch meinerseits zu unterstützen und dasselbe der Berücksichtigung Euer Hochwohl­geboren besonders zu empfehlen. Genehmigen Euer Hochwohlgeboren die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung, Pesth den 13 te n Juli 1850. „ „ GRENINGER e.h.

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