Náday Károly–Sáfrán Györgyi: Történeti kutatások Kufsteinban. Czuczor Gergely rabsága (A MTAK közleményei 14. Budapest, 1984

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177 berücksichtigen; auch von Zeit zu Zeit mündlichen Verkehr mit einigen Mitgliedern der philologischen Classe zu pflegen hat; so kann sein gegenwaertiges Arbeiten doch nichts Anderes als das Niederschreiben eines neuen Materials aus dem Gedaechtnisse seyn, keineswegs aber die Bearbeitung eines Stoffes, dessen aufgespeicherter Appa­rat ihm weder zur Hand ist, noch seyn kann. Ohne übrigens Czuczors Lied in Schutz zu nehmen, glaube ich doch zur Un­terstützung der Bitté der Academie anführen zu dürfen, dass diese That in seinem Leben vereinzelt da steht, und er sich im Übrigen weder je in Politische Ange­legenheiten mische, noch sich anderer illoyaler Aeusserungen oder Handlungen schuldig machte; — dass er bereits 18 Monate seiner Freiheit verlustig in einer Art leidet, die seine Gesundheit zu untergraben droht; dass er nach der Erstürmung der Festung Ofen im Mai 1849. und beim Einbrechen der Honvéds in die Caserne, in welcher er gefangen sass, durch Bitten und Flehen die daselbst gewesenen kais. Militaerpersonen von der Niedermetzelung rettete; dass er sein Gefaengniss auch damals nicht eher verliess, als bis er durch zwei ungr. Regierungscommissaere aus demselben herausgeführt wurde, und nachdem er sich sodann zu Pflege seiner schon leidenden Gesundheit ins tihanyer Kloster am Plattensee zurückgezogen hatte, gleich nach dem Einmarsch der kais. Armee nach Pest, sich von selbst gestellt und in seinen Kerker zurückbegeben hat. Diese persönlichen Umstaende, welche sein sonst loyales Wesen bethaetigen und sein Lied als eine durch die beirrenden Einflüsse der Zeit seinem poetischen und daher leicht erregbaren Gemüthe entleckte, beinahe unfreiwillige Áusserung bezeichnen,- mögen Euer Excellenz nebenbei bewegen sich für den unglücklichen Mann zu verweden, der bereits 50 Jahre alt, wenig Zeit zu verlieren hat, um eine Aufgabe zu lösen.die obwohl beinahe zur Haelfte vorgeschritten.doch noch manches Jahr zur Vollendung erheischt. Euer Excellenz Liebe zu den Wissenschaften laesst die Academie sammt mir hoffen, dass Sie diese Bitté kraeftig unterstüzt an das hohe Ministerium befördern und derselben dort eine im Interesse der vaterlaendischen Wissenschaft giinstige Erledigung verschaffen werden; besonders wenn Euer Excellenz hiezu Ihre jetzi­ge Anwesenheit zu Wien benützen werden; und Ihre persönliche Vermittlung in Anwendung bringen wollen. Im übrigen habe ich die Éhre mit ausgezeichneter Achtung zu zeichnen Eurer Excellenz ergebener Diener Pesth, den 6 te n July 1850. Joseph Grf. Teleki

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