Náday Károly–Sáfrán Györgyi: Történeti kutatások Kufsteinban. Czuczor Gergely rabsága (A MTAK közleményei 14. Budapest, 1984
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174 40. Gergely Czuczor — an Ferenc Toldy [Kufstein, 16. Október 1850. ] [deutsch] Lieber Freund! Laut meines Versprechens gebe ich Dir zu wissen, dass den 17-en d[=dieser, N. K. ] nach Kufstein gesund angekommen bin, und aus der gütigen Rücksicht meine literarische Arbeit fortsetzen zu können eine lichte, gesunde Extra-Cella mit schönsten Aussicht gegen Nord-Ost bekommen habe. Wegen Mangel der nothwendigsten Hilfsquellen ist's zwar nicht möglich etwas Vollkommenes darzustellen; demungeachtet will ich die .theuere und unwiederrufliche Zeit, wie möglichst nützlich verwenden, und besonders die Stammwörter, ihr Zusammenhang, ferner die Bildungswörter bestimmen, und was mir aus dem Gedáchtnisse einfállt, námlich die Idiotismen, und Sprichwörter aufmerken. [soll "vormerken" heissen, N.K.], Zur Wechslung, als Nebenarbeit dient mir die Uebersetzung des classichen Werkes von C.Tacitus: De moribus Germanorum. Unsern guten Freund Fogarassy lasse ich bitten soll er so gut sein, meine bisherige Operaten durch zu lesen, und die gleiche, oder verwandte fremde Wörter in die gehörige Spalten ein zu schalten. Wenn von meinen poetischen Werken manche Exemplarien noch übrig waren, gieb sie einem Buchhándler über, fünfe ausgenommen, für mein künftiges Gebrauch. Und mein Cot. Nepos bei Eggenberger ist noch nicht vergriffen worden? Wenn ja, ich bevollmáchtige Dich einen neuen Contract mit ihm zumachen, dass auch davon zeitweise eine kleine financielle Unterstützung mir zukommen könne. Endlich, wie steht's mit der Organisirung der ungarischen Akademie? Deine liebe, und mitleidige Gattin freundlichst grüssend, und dem Hochw, P. Benjámin nebst aller unser Freunden alles Gute innigst vom Gott wünschend, küsst und umarmt dich Kufstein, 24.April 1850. dein Gregorius Czuczor N. S. Bitté dich, wenn mir schreibst, den Brief frankiren, unter der Adresse das löbl. Festungs Commando zu Kufstein. - An