Náday Károly–Sáfrán Györgyi: Történeti kutatások Kufsteinban. Czuczor Gergely rabsága (A MTAK közleményei 14. Budapest, 1984
Képek
173 27. Gegely Czuczor — an Ferenc Toldy [Wien, 9.April 1850.] [ungarisch] Mein lieber Freund! Morgen gehen wir zu dritt über Linz naoh Kufstein. Bei meinem hiersein hat sich der papstliche Nuntius bei den zustándigen Stellen für mich und für den Kanonikus Róka eingesetzt; dem ist es gelungen, statt Festungsarrest seine Strafe in einem Kloster zu verbringen und ich wurde ausser Acht gelassen. Ich weiss nicht, was für ein Erfolg Dein Ansuchen für mich sein wird, welches Du, wie Du es versprachest im náchsten Monat einreichen wirst. Es wird für alle Falle ratsam sein, die Protektion des Nuntius zu erbitten und im allgemeinen dorthin zu streben, dass von Seiten der Klérus auch Schritte für mich getan werden sollen. Ich bekenne, dass ich für eine ausnahmsweise Amnestie wenig Hoffnung habe, aber Du hast mit der Welt eine Beziehung, Du kennst die Umstánde und somit weisst Du was und wie man zu tun hat. Wie ich auf mein beordneten Platz ankomme, werde ich mich beeilen, wenn es erlaubt ist, von meinem Befinden Nachricht zu geben.Von Gott bitté ich mir, dass er mir Kraft, Gesundheit und Friedensgeduld geben soll für die Ertragung der harten Schláge. Deine liebe Gattin, deren herzliches Mitleid ich nie vergessen werde, begrüsse ich, Dich umarme ich mit der warmsten freundschaftliche Liebe und küssend verbleibe ich Deine treuer Freund Wien, April 9. 1850. Czuczor 28. Gegely Czuczor — an Ferenc Toldy [Wien, 9. April 1850. ] [ungarisch] Mein lieber Freund! Es geschah etwas komisches. Was ich über Kanonikus Róka geschrieben habe, dass er in ein Kloster gehen kann, erfüllte sich nicht; eben in dieser Stunde kam der Befehl, dass er nach Kufstein gehen muss. Dies schreibe ich Dir darum, dass diese falsche Nachricht sich(um Gotteswillen) nicht von mir und durch Dich verbreiten solle. Dein Freund Wien, 9. April nachmittag 1850. Czuczor