Náday Károly–Sáfrán Györgyi: Történeti kutatások Kufsteinban. Czuczor Gergely rabsága (A MTAK közleményei 14. Budapest, 1984

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164 11. Gergely Czuczor — an Ferenc Toldy [Ofen, 22.Marz 1849. ] [ungarisch] Mein lieber Freund! Ich denke, daS^mein jetziger Umstand durch Irányi zu Deiner Kenntnis gelangt ist, dass ich mich in einem Zimmer mit mehreren (zwischen zwei Nebenzimmer) sein muss und ich nichts machen kann; zwar war die Verordnung da, dass man für mich alléin ein Zimmer zugestanden hat. Ich möchte sehr gerne mit Dir je eher sprechen und sollte das nicht möglich sein, bitté gehe zum Obersten Trattner und bewirke, dass ich ein gesondertes, abér gesundes reines Zimmer bekomme, hier oder im Reichshaus, oder höchstens zu zweit sein solle. In der jetzigen Lage kann ich mich nicht genügend pflegen, ich muss meine Füsse einschmieren, obendrein kann ich nichts arbeiten, die Langweile wird mir stark lástig sein. In einem Abge­sonderten Zimmer, falls ich krank werde, könnte ich mich pflegen und sollte ich jetzt krank werden, dann müsste ich mich in ein Militar-Spital begeben, wovon mich Gott behüten soll. Hast Du schon Jósika's Jósika [Miklós Jósika: "István Jósika" (1847). Román.] bekommen, ich habe es Dir schon vor langer Zeit durch Dienstboten geschickt? Gott soll Dich segnen. Ich küsse Dich, Buda, 22. Marz 1849. De in Freund Czuczor 12. Gergely Czuczor — an Ferenc Toldy [Ofen, 30. Marz 1849.] [ungarisch] Mein lieber Freund! Ich weiss es nicht, ob Du meine zwei Briefe erhalten hast, aber es ángstigt mich, dass ich über Dich nichts weiss, ob Du für mich einige Schritte getan hast und ob Du um Erlaubnis gebeten hast mir sprechen zu können. Unter uns geht die Nachricht um, dass die Central-Commision in einigen Tagén nach Pozsony (Pressburg, N.K.) zieht und wir werden von hier auch weggeführt. Für meine schwache Gesundheit ware dies das grösste Unglück, aber wie Gott will! Ich be­dauere nur meine grosse Arbeit, und die grössen Auslagen welche die Academie umsonst dafür hinausschmiss. Ich kann nichts dafür! Vor Gottes Urteil habe ich

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