H. Boros Vilma: Stein Aurél ifjúsága: Hirschler Ignác és Stein Ernő levelezése Stein Aurélról 1866–1891 (A MTAK kiadványai 61. Budapest, 1971)
Függelék
111 • 92 St. A. levele H.I.-hoz, Lahore, 1890. febr. 10. ( Ms 1069/134) "Theuerster Onkel, Mit wahrer Bestürzung ersehe ich aus dem Calender dass ich die Zeit, welclie diese Zellen benöthigen um in Ihre Hánde zu gelangen, allzu génau berechnet habe,und dass daher melne Glückwünsche zu Ihrem Geburtstag in der Gefahr stehen, statt am Sonntag, dem 3. Márz ein-zwei Tage post festum einzutreffen. Vor allém wünsche ich daher guten Wind und schnelle Fahrt dem Schiffe das meine Wünsche zu Ihnen trágt, damit unter den Gratulanten auch ich mlch plinktlich in Ihren lieben Raumen einfinden möge. Was ich Ihnen an dlesem Festtag aus ganzer Seele wünsche, ist nur das, was ich tagtáglich vom Geschick erbltte: dass Sie uns noch auf ungezáhlte Jahre in ungestörtem Wohlsein erhalten blelben mögen, dass Sie an Ihren lieben Kindern und übrigen Lieben stets nur erneute Freude erieben mögen. Von Ihrem Be— finden habén mir wáhrend des heurigen Winters die Briefe aus der Heimath nur Gutes berichtet, und so gebe ich mich der freudigen Hoffnung hin dass Sie auch Ihren Geburtstag, umgeben von all den Lieben, die In Ihnen das theuere Famiüenhaupt verehren, in Behagen und mit frohen Gefühlen begehen werden. Dass unter den Gratulanten so viele Theuere fehlen, dle Ihnen so nahe gestanden, möge Sie nicht um die frohe Stimmung, dle ein solcher Tag erheischt, bringen. Die Schilderung des 1. Elek von der Ausbreltung der Influenza in unserem Familienkreise macht dass ich um so dankbarer für die Vorsehung bin, die Sie von diesem bősen Gast verschont hat. In Indien scheint er noch nicht Fuss gefasst zu haben;vielleicht weil lhm das eingeborene Fieber keinen Platz gönnen will. Trotz angestrengter Arbeit und mangelnder Erholung bin ich seit meiner Rückkehr nach Lahore in bester Gesundheit geblieben. Körperliche Bewegung dle ich tagtáglich lm Sattel nehme, trágt dazu das Ihrige bel, um aber táglich mich durch elne Stunde von Tennis-spiel auf den Rasen des Lawrance Parkes zu erfrischen, wie es andere thun, auf deren Schultern weniger Arbeit lastet, dazu fehlt mir leider die Zeit. Wir hatten am Anfang des Február recht kühle Morgen, 4-5 Réaumur um 7 1 hr früh. Jetzt wird es aber leider schon wármer. Immerhln ist das Cltmu bis Ende April sehr angenehm für gesunde Leute. Dass ich ihm bisher gut stand gehalten habe, sah ich diesen Wlnter. Wáhrend die meisten Collégén in dicken Winterröcken und bei flackerndem Kaminfeuer vorfangen, sass ich mit Behagen bei offenen Thüren und habe überhaupt in meinen ZImmern kein Feuer gehabt. Gegenwártig nimmt mich die Examenarbeit ganz gehörig in Anspruch, und an vielen Tagén habe ich vom 8 Uhr Morgens bls sechs Uhr Abends ohne Unterbrechung gearbeitet. Wenn ich dann nach einem kurzen Rítt heimkehre, finde ich Pandit GÓvind Kaul 24 5 mit dem allmálig anwachsenden M.S.Catalog der Jammuer Bibliothek 24 6 vor, und finde i n den Untersuchungen, die das Arrangement und die Sichtung dieses Materials beansprucht,