Miklós Kásler - Zoltán Szentirmay (szerk): Identifizierung der Skelette von Angehörigen des Arpadenhauses in der Matthiaskirche. Unter Verwendung von historischen, archäologischen, anthropologischen, radiologischen, morphologischen, Radiokarbondatierungs- und genetischen Daten (Budapest, 2021)

3. KAPITEL – Archäologische, anthropologische und radiologische Daten

wir heraus, dass ein Allel (mütterlich) einiger A-STR Marker mit dem Muster des entsprechenden Markers von König Béla III. übereinstimmt. Diese Angabe wiederum ist der geneti­sche Beweis dafür, dass das 1883 aufgetauchte männliche Ske­lett nicht ausgetauscht wurde. Die Lehre daraus ist, dass eine so entschiedene Meinung, wie sie sich die Arbeitsgruppe von Kinga Éry gebildet hatte - wonach es sich um ein ausgetauschtes Skelett handelt - auf viel breiteren wissen­schaftlichen Erkenntnissen beruhen müsste. Mit dem Ende der Untersuchungen legte die Arbeitsgruppe von Kinga Éry die Skelette, einzeln verpackt, am äußeren Rand mit einer Metallschnur markiert in die 1989 gefertigten Kupferkisten, die man am 18. April 1986 in den Sarkophag in der Unterkirche der Matthi­askirche zurückgab. • Zu der von Kinga Éry verfassten Monografie schrieb Dr. László Józsa eine Rezension mit dem Titel „Die Berge kreißten und gebaren eine Maus“, die aber bis heute nicht erschienen ist (Józsa 2014). Darin wurden mehrere kritische Anmerkungen formuliert; die größten Einwände des Autors waren allerdings Folgende: • Es wurde in der Zusammenfassung nicht einmal versucht, die Ergebnisse der Anthropologen und im Buch aufgeführten verbundenen Wissenschaften zu erläutern oder miteinander in Zusammenhang zu bringen, um Lehren ziehen zu können, die gemeinsam bewertet werden könnten und auch auf die zeitgenössischen Lage der öffentlichen Gesundheit verweisen. • Die meisten Irrtümer gab es bei den Auswertungen der Ent­zündungsprozesse. Die Autoren erwähnen nämlich nur drei 95

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