Miklós Kásler - Zoltán Szentirmay (szerk): Identifizierung der Skelette von Angehörigen des Arpadenhauses in der Matthiaskirche. Unter Verwendung von historischen, archäologischen, anthropologischen, radiologischen, morphologischen, Radiokarbondatierungs- und genetischen Daten (Budapest, 2021)

6. KAPITEL – Morphologische Untersuchung der Knochenstrukturen

Dieses Phänomen ist im Sichtfeld, das durch die Polarisationsfilter im Polarisationsmikroskop dunkel erscheint, sehr gut sichtbar. Durch die Doppelbrechung der konzentrisch um den Havers-Kanal verlaufenden Kollagenfasern zeichnen sich die Osteonen ab. B: Auf beiden Fotos ist das Mikroskopbild der 2-Photonen-Absorpti­­onsfluoreszenz desselben Knochengewebes zu sehen. Die impulsgeben­de Energie des Laserstrahls erreicht die zur 2-Photonen-Stimulierung der zu untersuchenden Kollagenfaser erforderliche Lichtintensität lediglich im Brennpunkt mit einem Durchmesser von -0.3 pm und einem Volumen von 0.1 Femtoliter, welche die Stimulierung des an die Kollagenfaser gebundenen Fluoreszensindikators erzeugt und die Struktur mit Lichtschein anzeigt, die auch von der Doppelbrechung im Polarisationsmikroskop veranschaulicht wird. Die vertikale An­ordnung der Kollagenfasern lässt sich nicht nachweisen. C: Knochenrinde des Skeletts Nr. II/52_3. Nach der Entkalkung wird mithilfe der Pikro-Siriusrot-Färbung die starke Schädigung der Kno­chenstruktur sichtbar. Die Osteonenstruktur ist aufgelöst, HaversKa­­näle sind nicht auszumachen. 40-fache Vergrößerung. D: Die 2-Photonen-Mikroskopaufnahme stammt aus dem schwamm­artigen Bereich Richtung Markhöhlen des Kortikalis des Oberschenkel­knochens. Anstelle der aufgelösten Osteon-Knochenstruktur zeigen sich lediglich verfilzte Kollagenfaserbündel. Der umrahmte Bereich zeigt den dichteren Knochenrindenbereich des Oberschenkelknochens, doch auch hier gibt es keine erhaltene Knochenstruktur, lediglich ganz wenige verfilzte Kollagenfaserbündel. 118

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