Haim Genizi - Yehuda Friedländer - Frojimovics Kinga (szerk.): Duschinszky Mihály rákospalotai főrabbi válogatott beszédei - Magyar Zsidó Levéltári Füzetek 6. (Budapest, 2005)
Válogatás Duschinszky Mihály rákospalotai főrabbi beszédeiből A millenáris ünnepség alkalmából elmondott beszéd (1896. május 10.)
VÁLOGATOTT BESZÉDEI Das תוברע (gegenseitige Verantwortlichkeit) muß sich vielmehr in dem Bewußtsein äußern, daß mein Bruder in jeder הרצמ (Gebot) sein Teil hat, die ich übe; muß uns anspomen, mehr תוצמ (Gebote) zu üben, um der jüdischen Gesamtheit mehr תויוכז (Verdienste) zu erwerben. Jede הוצמ (Gebot) ist ein umso größeres Verdienst, als es dem jüdische Volk Verdienste erwirbt. Darum dürfen sich auch die Frömmsten nicht von der Gemeinschaft mit םיעשר (Bösewichten, Übertretern) lossagen, weil sie jenen nicht den Anteil an den תוצמ (Geboten) entziehen dürfen, die sie ausüben. So erklärt sich das Wort des שרדמ (Midrasch) auf den קוספ (Vers): הפיקשה ןועממ ךשדק ןמ םימשה ךרבו תא ךמע תא לארשי תאו המדאה רשא התתנ 2,70) ונל blicke herab aus der Wohnung deiner Heiligkeit, aus den Himmeln, und segne dein Volk Israel, und das Land, das du uns gegeben). Darauf sagt der שרדמ (Midrasch): לכ הפקשה ארקמבש הערל ץוח הפיקשהמ ןועממ ךשדק98״ (Ein jegliches Herabblicken in der Bibel ist furs Böse, außer das Herabblicken aus der Wohnung der Heiligkeit). Das hat seine Deutung in dem Sinne, wie es die תימנוש (Sunamith) auffaßte. Auf die Frage Elischas: המ תושג?ל ךל שן!ך ךל3ר 299ךל לא ךלמה וא לא רש אבצה רמאתו ךותב ימע יכנא תבשי (Was kann man für dich tun? Brauchst du eine Fürsprache bei dem Könige oder dem Heerführer? Und sie sprach: Unter meinen Stammesverwandten wohne ich). Rabbi קחצי לואש (Isaak Saul) Nathansohn erklaert das so: Elischa fragte, ob sie keine besonderen Herzenswünsche habe, zu deren Erfüllung er ihr bei וכלמ לש םלוע, dem Weltenkönige, oder dem רש אבצה, dem Befehlshaber der himmlischen Heerscharen, 297 Ibid. 26,15. 298 Raschi-Kommentar zu Genesis 18,16. 299 2 Könige, 4,13. 147