Zalai Múzeum 8. (Zalaegerszeg, 1997)

Vékony-Vadász Éva: Das Hügelgrab von Kismező bei dem Ságbereg

Das Hügelgrab von Kismező bei dem Ságberg 29 den, um die sich der Knebel auswölbt. Die Öffnung der mit der Seitenstange zusammengeschmiedeten Öse von zentraler Lage und die der Durchzüge zeigen den Wech­sel in der Richtung auf. 8 Dieses biplane Einrichtungs­schema, die Schnurösen und die schwache Krümmung der Seitenstangen mit Kugelenden sind archaische Zu­gé, die uns an die Bronzetrensen der Spátbronzezeit und an diejenigen aus Vorderasien und aus dem Transkau­kasus erinnern (POTRATZ 1966, 116-124 (Тур Gori), 084-189 (Transkaukasien, Тур 1); HÜTTEL 1981, 164-167, Taf. 44). Bei den Eisentrensen kann man sol­che Verbindungen nur im Falle der Exemplare friiherer Abstammung von Fügöd und Ugra beweisen. Die form­lichen Unterschiede unter diesen Trensen wurden von T. Kemenczei detailliert analysiert (KEMENCZEI 1988, 72, 74, 75, Abb. 7). Genauso kann man beim Trensenknebel von Kismező die Charakteristiken merken, die auf ein spáteres Zeitalter verweisen. Dazu gehort nicht nur das Eisen als Rohmaterial, sondera auch der Ziigelring. Sein Gebrauch kommt bei den Eisentrensen in grofier Menge und das erstemal im Karpatenbecken vor. 9 Den Fundort einer anderen Eisentrense mit áhnlichen archaischen Ziigen kennen die Forscher unter dem Na­men Doba, Hiigel I in Transdanubien (Abb. 3, 2). Das Reitergrab mit Trense und Eisenschwert wurde aber nicht hier, sondera in Somlószőlős freigelegt, in einem Gebiet, wo auch Skelettgràber von Reitern aufier spátur­nenfelderzeitlichen Uraengrabera zum Vorschein ka­men. 10 Die Eisentrense zeigt schon die eigentiimlichen Merkmale des Typs Kossack lb. Aber die Montierung des Mundstückes und Knebels wurde nicht mit den iibli­chen Omegazwingen, sondera mit einer Mittelöse von einer einzelartigen viereckigen Form verwirklicht. Da­mit hat die Seitenstange ein biplanes Einrichtungssche­ma. In einer der Kappen der Gebisse hângt ein Ziigel­ring, in der anderen ein Bronzeknopfhaken. Das ist nicht aus einem Teil gegossen wie die thrako-kimmeri­schen Exemplare, und auch seine Gröíie überragt sie (Durchm. des Kopfes: 9 cm). 11 Wahrscheinlich handelt es sich um die sekundáre Verwendung einer Phalere. Der Reiter, der diese Trense benutzt hatte, hatte doch wohl die sich verbreitete östliche Einzáumungsmethode kennen miissen, die die mitteleuropàischen Forscher mit dem Ende der HB-Periode abschliefien (KOSSACK 1954, 136). Von den abwechselnd und mannigfaltig geformten Eisentrensen der Hallstattzeit in Transdanubien bewah­ren die erwáhnten das friihere thrako-kimmerische Erbe und die Einzaumungsgewohnheiten als gemeinsame Zii­ge. Es ist kein Zufall, dafi diese Trensen in Grâberfel­dern der bedeutenden, in der Friiheisenzeit weiterleben­den spâtbronzezeitlichen Metallbearbeitungszentren vorkamen. In Schaltpunkt der zwei geschichtlichen Zeitalter mufiten die Ausgangspunkte der techno­logischen Eraeuerungs- und Transformierungsprozesse in diesen Zentren liegen (KOSSACK 1980, 140). Wir finden im alten Fundmatenal und unter den Streufunden dieser Fundorte von der zweiten Hâlfte der HB-Periode an auch Funde, die mit den Volkergruppen östlicher Abstammung in Zusammenhang gebracht werden können. 12 Aulier den einheimischen Brandgrábern kommen solche nicht nur in der Grofien Ungarischen Tiefebene, sondera auch in Transdanubien in Skelettgrâbern vor. 13 Das weist darauf hin, daft die Veranderungen auch hier mit Volkergruppen fremder Abstammung in Verbindung gebracht werden können. Die Frage besteht nur darin, wie tief sich dieser Vorgang in die HC-Periode eingliederte (KEMENCZEI 1988, 79-81), 14 und ob wir mit weiteren Anregungen oder mit dem Erscheinen von spáteren östlichen Bevölkerungsteilen rechnen können. In dieser Hinsicht ware die Bearbeitung des, vom Ság- und Somlyóberg stammenden Fundmaterials bzw. ihre Ergànzung mit neueren authentischen Ausgrabun­gen von einer besonderen Wichtigkeit. Z. B. in Somló­szőlős kam auch ein solches Material als Beigabe eines Reitergrabes zum Vorschein, das mit den rumânischen Funden aus der zweiten Halfte des 7. Jahrhunderts Ver­bindungen aufweist (GALLUS-HORVÁTH 1939, Taf. 57, 3; TERZAN 1990, 83). Áhnlichen Erscheinungen, die sich in die HC-Periode hineinstrecken, begegnen wir auch in Süttő, in dem Gemeingráberfeld (VÉKONY 1986, 27). Deshalb akzeptieren wir auf Grund der vor­her Gesagten die forcierte friihe Datierung (Ende des 8. Jahrhunderts) von Fügöd als ausschliefiliche Möglich­keit nicht, und wir haltén die aufgrund östlicher Daten festgelegte Datierung von T. Kemenczei aus dem 7. Jahrhundert sogar wahrscheinlich. Die Eisentrense von Kismező bewáhrt spàtbronzezeitliche Traditionen, doch liefert sie keinen Ausgangspunkt zur fixen Datierung der Bestattung (KOSSACK 1980, 140; TERZAN 1990, 163). 15 Aus Mangel an Riemenverteilern und Phaleren gehörten die zwei, fast gleich groften Eisenringe zu ei­nem der Kopfgestelle (Abb. 2, 12). 16 Die Funktion der anderen drei Ringe - vermutlich waren mehrere da - ist uns nicht bekannt. Auf zwei Exemplaren, die aneinan­der geklebt sind, finden wir auf der einen Seite Textilab­driicke (Abb. 2, 10). Diese können sogar auf die Reste von Kleidungsstücken hinweisen. Zu Zaumzeugen gehören die verbrannten bronzenen Riemenbeschlâge, die wahrscheinlich nur in einer klei­neren Anzahl zuriickgeblieben sind (Abb. 2, 1-3). Von diesen sind die kreuzförmigen Exemplare (Abb. 2, 2) als thrako-kimmerisches Erbe aus der Spátbronzezeit in der HC-Periode üblich (KOSSACK 1954, 138, 135, Abb. 11 i, Abb. 29, 8, 10). Die rundén Knöpfe mit Öse (Abb. 2, 1) sind bisher aus der zweiten Hálfte des 7. Jahrhunderts bekannt, und solche kamen auch in frühskythischen Grábern zum Vorschein (HOLPORT 1985, Taf. 7, 4-8;

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