Kovács Zsuzsa: Göcsejer Dorfmuseum. Austellungsleiter (Zalaegerszeg, 2008)

AUSSTELLUNGSLEITER 2. HENCZ-MÜHLE Am Ufer des toten Armen des Flusses Zala steht die Wasser­mühle, das einzige Gebäude des Museums, das an Ort und Stelle aufbewahrt wurde. Um sie wurde das die volkstümliche Architektur im Komitat Zala darstellende Dorfmuseum gebaut. Die Mühle wurde nach dem letzten Besitzer György Hencz benannt, der sie bis 1952 betätigt hat. Die Geschichte der Mühle geht auf frühere Zeiten, auf das 18. Jahrhundert zurück. Die Spuren ihrer Veränderung wurden auch in der Konstruktion des Gebäudes aufbewahrt. An seiner Seite kann man die Grenze des aus dem Holz gebauten Teiles und der erweiterten Ziegelwände gut sehen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Mühle von György Hencz nicht nur mit einer neuen Ziegelwand, sondern auch mit Maschinen erweitert, weil er den Prozeß des Mahlens perfektionieren wollte. Das ver­änderte Gebäude machte es möglich, daß durch das Perfektio­nieren der Technik, der Müller von dem Putzen bis zum Mahlen des Mehls von verschiedener Feinheit den vollen Arbeitsprozeß ausübt. Wenn man die Treppe hochgeht und in dem neuen Mühlteil spaziert kann man die anhand der Technologie des 20. Jahrhunderts tätigen Scheitsiebe sehen. Sie haben ermöglicht, das Mehl durch das Sieben zu klassifizieren. Früher konnte man diesen Arbeitsprozeß in der Mühle nicht ausüben, es gab ja keine Siebe. In dem alten Mühlteil wurden die zwei Walzstühle am Fenster eingebaut, direkt an der Treppe stehen der alte Mühlstein und der Hebel, mit dem der Mühlstein herausgehoben wurde, um getauscht oder repariert zu werden. Die andere große Erneuerung bei der Modernisie­rung der Mühle bedeuteten die Walzstühle, weil man mit den Walzeisen von verschiedener Verippung feines Mehl mahlen konnte. Das Wasserrad wurde auch geändert, vor dem Umbau wurde die Mühle nämlich von zwei Wasserrädern betätigt, d.h. das Wasser hat die Räder von unten erreicht und sie so gedreht. György Hencz hat das eine Rad aufgehoben, statt dessen hat er einige Teile der inneren Mühlkonstruktion durch eine neue Tech­nik betätigen lassen, damit man kein extra Rad dazu braucht. Wenn auf das vom Wasser unten gedrehte Wasserrad das Was­ser darauf gelassen wurde, begann es zu drehen und dadurch kam die ganze Mühlkonstruktion in Bewegung. Während die Mühle arbeitete, hat der Müller aufmerksam darauf aufgepaßt, daß sich das Rad der Kraft des Wassers entsprechend immer mit ständiger Geschwindigkeit dreht. Wenn die Maschi­nen mit zu großer oder zu kleiner Kraft betätigt wurden, konnten sie nicht nur kaputt gehen sondern auch tödliche Unfälle verursachen. Die Reparatur wurde in den meisten Fällen von dem Müller selbst gemacht, wenn ein Werkzeug ka­putt ging, hatte er ja keine Zeit, auf die Handwerker (Zimmermann, Tischler, Schmiede oder Wagner) zu warten, sondern die kaputte Einrichtung mußte sofort repariert wer­den. So haben die Müller nicht nur von ihrem eigenen Beruf gut verstanden, sondern sie hatten den Ruf, ausgezeichnete Tausendkünstler zu sein.

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