A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 23. (Veszprém, 2004)

Faru Dr. Sylvia Palágyi CSc zum 60ten Geburtstag

wir eine eigene Exkursion mit Studierenden durch Ungarn durchführten, aber der erste Kontakt mit Sylvia Palágyi war hergestellt. Sie traten mir damals als junge Kollegin entgegen, die ihr Archäologiestudium beendet und bereits eigene Ausgrabungen mit so erfolgreichen Ergebnissen durchgeführt hatte, dass Ihnen diese 1980 mit der Arbeit über Inota den Doktortitel einbrachte, gefolgt 1994 vom Titel des Csc. (der erste akademische Rang), und gegründet auf eine weitere Monographie über umfassende Studien zu römischen Hügelgräbern. Dazwischen lagen viele größere und kleinere Forschungsprojekte, zahlreiche Ausgrabungen und Publikationen, welche Sie in der Internationalen Fachwelt bekannt machten, häufig durch persönliche Vorträge und Präsentationen, Voraussetzungen für Ihre zahlreichen Mitgliedschaften in nationalen und inter­nationalen Körperschaften, Ihre Auszeichnungen und Ehrungen. Wenn ich im Folgenden nicht alle unsere Treffen auf Kongressen und Fachtagungen in Ungarn und im Ausland detailliert beschreiben kann, so weil es ein­fach zu viele waren, die zugleich die Breite Ihrer Interessen dokumentieren. Zwar müssten hier wenig­stens alle jene erwähnt werden, auf denen Sie Vorträge gehalten haben, denn diese waren -jedenfalls für uns - immer mit wissenschaftlichem Gewinn verbunden. Besonders verbindend stellten sich die Internationalen Limeskongresse (1983 Aalen, 1986 Carnuntum, 1995 Kerkrade, 2003 Pécs) heraus, die Internationalen Bronzekongresse (1982 Székesfehérvár, 1984 Stara Zagora, 1986 Wien, 1988 Freiburg i. Br., 1992 Nij­megen, 2000 Köln) und die Internationalen Tagungen zum Provinzialrömischen Kunstschaffen (1991 Veszprém, 1993 Bonn, 2001 Köln, 2003 Zagreb), wo wir Ihre Berichte hören konnten. Bedauerlicherweise seltener traf ich Sie bei den Fachtagungen zu den Hügelgräbern, zur Römischen Wandmalerei und den Mosaiken, die dem Zusammenhang mit Ihrer Forschungstätigkeit in der römischen Villa von Baláca erwuchsen, Tagungen, die Sie selbst mehrfach - und immer mit großem Erfolg - in Veszprém ausgerichtet und organisiert haben. Neben zahlreichen anderen haben Sie die internationalen Kongresse über das Kunstschaffen (1991), über Römerzeitliche Villen ( 1994), die Gedächtnisveranstaltung zur Erinnerung an András Alföldi ( 1995) und den Wandmalerei-Kongress (1999) mit großem Erfolg durchgeführt, wovon ich mich jeweils selbst überzeugen konnte. Gerne erinnere ich mich an die zahlreichen kleineren Konferenzen mit Internationaler Beteiligung im Raum von Veszprém (und Baláca), die ausgesuchten Themen zur Villen­forschung gewidmet waren, von allgemeinen, antiken Kultureinflüssen bis zu Restaurierungsverfahren. Diese Kongresse zeichneten sich nicht nur durch ihre perfekte Organisation aus - jedenfalls drangen die üblichen, unvorhersehbaren Pannen nie in die Öffentlichkeit, sondern wurden immer unauffällig hin­ter den Kulissen bereinigt -, sondern gleichermaßen durch ihr ausgewogenes Programm und vor allem die entspannte Atmosphäre, die ernsthafte wissenschaft­liche Diskussion ebenso förderte wie kollegiale Dispute, zu welchen nicht zuletzt auch die reichhalti­gen Büffets und Empfange auf ihre Weise beitrugen. Zur Durchführung von Tagungen gehören, wie wir wissen, auch die Veröffentlichung der Ergebnisse. Sie haben neben zahlreichen Kongressberichten und der Herausgabe von Zeitschriftenbänden, Druckwerken und der Edition eigener Bücher und Aufsätze mit der Gründung Ihrer Publikationsreihe Balácai Közle­mények (I. 1989), von dem mittlerweile acht Bände erschienen sind, eine international beachtete Plattform für archäologische Diskussion und Edition geschaffen. Nur wer selbst solche Publikationsreihen ohne festen Etat herausgibt, kennt die Problematik und die Mühsal, immer wieder die Finanzmittel für die nächste Edition beschaffen zu müssen. Wir waren daher sehr froh, 1991 hierzu einen kleinen Beitrag leisten zu dürfen, als im Rahmen eines Benefizkonzerts in der römischen Villa Heitersheim die Budapester Opernsängerin Mária Temesi eine freundschaftliche Spende für Baláca nach Ungarn mitnehmen konnte. Sie waren und sind als Vortragende, als Botschaf­terin Ihres Landes in Sachen Archäologie, im In- und Ausland sehr gefragt. Dies geht aus den zahlreichen persönlichen Einladungen zu Vorträgen und Konfe­renzen hervor, die Sie jährlich oft mehrfach außer Landes führen. Wir hatten öfter an der Universität Freiburg den besonderen Vorzug, Sie zu ausgewählten Schwerpunktthemen Ihrer Forschungen (Römische Villen, Hügelgräber in Pannonién) hören zu dürfen. Ich hoffe, ich verrate hier keine Interna, dass Sie zum Zweck Ihrer deutschen Sprachverbesserung, Kurse am Goethe-Institut belegt haben, d.h. für eine Sprache, die Sie zu Ihrer Schulzeit nicht lernen durften. Die Kurse wären zwar aus unserer Sicht der Dinge nicht unbe­dingt notwendig gewesen, und sie haben auch Gott sei Dank Ihren liebenswerten ungarischer Akzent nicht völlig unterdrückt, aber den Umfang Ihrer Sechssprachigkeit hat der Kurs sicher bereichert. Selbst habe ich es nicht nur einmal bedauert, kein Ungarisch zu können, aber einmal ganz besonders, 1984 in Plowdiw. Im Rahmen des Bronzekongresses gab es auch ein Besichtigungsprogramm am antiken 22

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