A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 17. (Veszprém, 1984)

Kozák Károly: Közép-Európa centrális templomai (IX–XI. század)

KAROLY KOZÄK DIE ZENTRALKIRCHEN IN WESTEUROPA (IX—XI. JAHRHUNDERT) Da man in Ungarn ein bedeutendes Interesse für die Zent'ralkirchen spürt, haben wir es beschlossen die bisherigen Forschungsergebnisse niederzuschreiben, die Erfahrungen, die wir zur Zeit feststellen können. In den Jahren nach der geschliffenen Steinzeit hatte man kreisförmige Gebäude (Teil Arpatchiya) auch schon gebaut, die uns an die Tholossen erinnern, die in der Umgebeung vom Mittelländischen Meer zur Erinnerung an die Helden aufgestellt worden sind. Die waren vielleicht Wohnungen der Leiter oder waren Sancktuarien. Der älteste bedeutende Grabbau kann der Heroon sein auf der Insel Samothrake, der einen Durchmesser von 19 m hat, und der von Ptolemaios gestellt worden ist, und zwar für seine Tochter. Diese Form entwickelte sich in der römischen Zeit weiter, und wird vor allem mit religiösem Kult bereichert. Der bedeutendste Bau ist hier das Pantheon, das Engel­schloss (Das Mausoleum für Hadrianus), der Grabbau Caecilia Metella neben Via Appia (1—2. Abb.) und in der Stadt noch andere, auch heute stehende ähnliche Denkmäler. Die Sancta Constanza Kirche, die zur Zeit eine Taufkapelle gewesen ist, die Kirche Sancto Ste­phano Rotondo in Rom beweisen es, dass die Christen die zentrale Kirchenform schon in der früheren Zeit übernommen haben, und daneben haben sie die für den Totenkult behalten. Ein hervorragendes Beispiel ist dazu die Heiliege-Grab-Kirche in Jerusalem (2—3. Abb.), die jahrhundertelang einen bedeutenden Einfluss auf den in Europa neu organisierten Kirchenbau und Palastkapellenbau übte (Ravenna, Aachen, usw). Die Palastkapelle zu Ravenna und Aachen übte einen grossen Einfluss im IX — X. Jahrhundert - samt der Kirche des Heiligen Grabes - auf den zentralen Herr­scherkapellen- und Bischöflichen-Kapellenbau. Das diente auch zum Ausdruck der Macht (4. Abb.). In Osteuropa, wo sich zu dieser Zeit verschiedene Völker zum Volk und Staat organisiert haben, im IX — X. Jahrhundert, erschien dieser Zentral-Kirchen­bau in kleinerer und bescheidener Form, und hatte daneben auch nicht das selbe Ziel. Einen grossen Ein­fluss übte das Bisantinische Reich, und vor allem die Missionäre-Brüder: Cirill und Metod bccinflussten da diese Tätigkeit. Zu dieser Zeit wurden die ersten Zentralkapellen gebaut im Bereich der mährischen Herrschaft (Mikulcice, Stare, Mesto). Werfen wir abgesondert einen Blick auf die Zentralkirche in Mi­kulcice, die aus drei Einheiten besteht. Der westliche Rand konnte ein Turm gewesen sein, früheren und auch späteren Beispielen nach (Abb. 5—6.). Dieser Kirchentyp diente also schon zum Schutz, ebenso, wie ein bischen später einige von den polnischen und ungarischen Zentralkirchen (Abb. 7.). Kirchen, die ein Macht-Symbol gehabt hätten und von aussen waren sie auch monumentaler, hatte man auf diesem Gebiet sehr selten gebaut, (Prag, Kirche des Hl. Vid, Krakau, die Waweler Kapelle mit vier Schnitten), die bischöf­liche Taufkirchen waren (8—9. und 12. Abb.). In Polen wurden die ersten Taufkapellen während der Tätigkeit von Cirill und Metod gebaut. Dann haben sie eine engere Verbindung mit der Herrscherfamilie ausgebaut, Dadurch baute man die ersten Palastkapellen und die kleineren Taufkapellen, manchmal die beiden neben­einender. So ist es möglich geworden die beiden Kirchen­formen der Funktion nach zu trennen (Palast-Kapelle und Taufkapelle), und die Funktion genau zu bezeich­nen.) Plock, Przemysl. Diese Angaben und Beobach­tungen gaben uns eine grosse Hilfe die Herkunftsfrage der Zentralkapellen in Ungarn genauer beschreiben zu können. Wir haben nähmlich schon Erfahrungen gehabt in Bezug auf die Zentralkapellen, die auf dem Heiligen Land für den Ritterorden dienten und auch die in Süd-Europa gebaut worden sind (Abb. 15.). Da wir die Bauten der erwähnten Gebiete und die dazu gehörenden geschichtlichen Angaben vergleichen konnten, und zwar mit den ungarischen Erfahrungen, das führte uns zu neueren Erfahrungen. Das älteste kirchliche Denkmal, das auch heute noch in Benutzung ist, ist die kleinförmige, für Herrscher Géza gebaute Eigenkapelle. Seine Absicht war da in Tarnaszentmäria seine Herrschermacht auszudrücken, wie man das in Quedlinburg (eine kaiserliche Begräbnisstätte) getan hat. Das wollte Géza schon in den ersten Jahren seiner Herschaft ausdrücken. (Abb. 16—17.). In den letzten Jahren seiner Herrschaft-, zu dieser Zeit hat er seine Herrschaft schon verstärkt, und seine europäischen Verbindungen schon ausgebaut-, hat er auf einem bedeutenden strategischen Ort, in Székesfehérvár die zu dieser Zeit in europäischer Dimension geplante Peter und Paul Kirche bauen lassen, wo er sich samt seiner Familie begraben lassen wollte. Der daneben ausge­grabene keller- bzw. turmförmige Bau konnte vielleicht ein Palast sein (Abb. 18.19.) Die Peter und Paul Kirche hat das Muster warscheinlich von Regensburg, von der Allerheiligen Kapelle genommen, die vielleicht ebenso eine Palastkapelle sein konnte. (Herrscher Géza hat 995. um die Hand von der Tochter Heinrich II. für seinen Sohn Emmerich in Regensburg gefreit, und im nächsten Jahr hat Emmerich Gisela geheiratet.) Auf Einflus des Kirchenbaus in Tarnaszentmäria und in Székesfehérvár wurden Kirchin auf dem Gebiet auch anderer Geschlechter gebaut, und zwar Zentral- und Palastkirchen (Esztergom, Abasár), die warscheinlich gleichzeitig auch Taufkapellen gewesen sind (Abb. 20—21.). An bischöflichen Residenzen wurden im X — XI. Jahrhundert am Anfang kreisförmige Taulkapellen gebaut (Abb. 22.) mit Palast. (In Eger, Gyulafehérvár, Nyitra, Pécs konnte die dreischnittige altchristliche Kapelle noch stehen, in Veszprém konnte am nörd­lichen Teil der ausgegrabenen kreisförmigen Kirche noch ein Palast sein). Die Spuren ähnlicher Lösungen sieht man in den Zentren der Geschlechte, bzw. bei den Leitern der Geschlechte (Abb. 23.) Im ersten Viertel des XI. Jahrhunderts hat Stefan der Heilige nach westlichem Muster eine grosse, dreischiffige Kirche mit halbrundem Sanktuarium bauen lassen, König Sámuel Aba hat in Feldebrö eine vier schnittige Kirche zur Ehre des Heiligen Kreutzes bauen lassen, dass er dort begraben werde. An der südöstlichen Ecke der Kirche hat man die Reste eines ehemaligen starken Turmes freigelegt. Das war ehnlich zum Verfahren in Székesfehérvár. Eine der letzten "monumentalen" Zentralkirchen von königlicher Gründung, die als Grabkirche funktionierte, wurde in Szekszárd freigelegt. Die hatte einen reichen Grund­riss und ganz sicher einen ehnlichen Oberbau. Der König, der die bauen liess, war Adalbert I. (Abb. 24.) 144

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