A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 4. (Veszprém, 1965)

Németh Péter–Torma István: A romándi későbronzkori raktárlelet

Kőszegi mit der Bemerkung, dass sich im Fund auch jüngere Gegenstände befinden, auf die Mitte der Periode Ha A datiert. 54 Auf Grund der Sicheln 55 könnten wir aber für die Entstehung des Schatzes den Beginn der Periode На В voraussetzen. Bei den anderen, oben aufgezählten Funden kommen unter den Ha B-Typen die Beile mit oberständi­gen Lappen. In Linz-Freinberg finden wir drei sol­che Exemplare, die den von Romand ganz nahe stehen. Im Fund kommen gleichzeitig auch ältere Gegenstände vor. So ist z. В . ein auf Hügelgräber­traditionen hindeutender Anhänger 56 recht inte­ressant. Auf Grund eines Vergleichs zu den Paral­lelen von Linz-Freinberg lassen sich die Flügelbeile von Romand auf die erste Hälfte der Periode На В datieren. Die Sicheln und Bruchstücke von Sicheln aus Romand bilden im Wesentlichen eine Gruppe. Die Exemplare mit Heftfortsatz werden durch eine Rippe am äusseren Rand des Heftes und der Klin­ge charakterisiert. Die innere Rippe endet in der Nähe der Schneide, oder beugt sich über die äus­sere Rippe. Bei einem Teil der ganzen Sicheln und der Bruchstücke finden wir ein Loch für die Be­festigung zum Heft (XII. k. 49-52; XIV. k. 62.). Gleichfalls diente zur Befestigung des Heftes ein kleiner Dorn am unteren Fortsatz (XII. k. 49., 52., XIV. k. 62.). Die Rippen wurden manchmal mit dicht aneinander folgenden Eintiefungen ge­gliedert. Es wurden auch mehrere misslingene Exem­plare gefunden. Der Gusszapfen wurde bei diesen nicht verarbeitet (XIV. k. 57—58). Unser Sichel­typ sondert sich von den in den Ha A-Schatzfun­den mehrfach belegten Typen ; siehe Orci, 57 Kér, 58 usw. Bei den Sicheln mit Heftloch aus dem Fund von Winklsass läuft die innere Rippe nicht bis zur Spitze hinaus. Dieses Detail hält Holste für ein Charakteristikum der Sicheln der Ha A-Depotfun­de von Süddeutschland. 59 Die Parallelen unserer Sicheln (bei welchen die innere Rippe beinahe bis zur Spitze des Stückes ausläuft) sind im Westen diejenigen aus Linz-Freinberg, 60 Herrenbaumgar­ten, 61 Haslau-Regensbrunn 62 und Pfeff ingen. 63 Die­se Fundkomplexe hat Müller-Karpe auf die ver­schiedenen Abschnitte der Periode На В datiert und gleichzeitig festgestellt, dass die Sicheln für eine genauere Datierung nicht geeignet sind. 64 Über unsere Sicheln lässt sich allerdings feststel­len, dass sie einen in der Periode На В gebrauchten Typ vertreten. Das halbmondförmige, einschneidige Rasiermes­ser (XV. k. 88—90.) ist ein für На В bezeichnender Typ. Aus den Schatzfunden der Periode Ha A sind ausschliesslich nur zweischneidige Rasiermesser 84 bekannt. 65 A. Mozsolics vermutet auf Grund eines Rasiermessers, versehen mit einem vorspringen­den Zwickel, dass es aus italienischem Import stamme. 66 Müller-Karpe datiert die dem Celldö­mölker Exemplar gleichen Exemplare, die mit je einem hinteren Zwickel versehen sind, auf На В 2. 67 Auf den Rasiermessern von Romand finden wir gleichfalls diesen hinteren Zwickel. Die Paralle­len des Stückes Nr. 88, verziert mit konzentri­schen Kreisen, sind unter den Funden der italieni­schen Gräberfelder zu finden : Grab 184 von Terni, 68 Grab 17 von Bologna-Savena, 69 usw. Die Gürtelhaken von Romand (XV. к. 91—93.) kommen im Fundbestand Ungarns selten vor. Aus Tiszaszentimre, 70 Gyermely, 71 Velem 72 und Ság­Berg 73 kennt man teilweise abweichende Typen. Die Gürtelhaken von Tiszaszentimre und Gyermely kamen in Ha A-Depotfunden vor. 74 Die Exemplare aus Velem und Sag-Berg sind leider sporadische Funde. Die Gürtelhaken sind aber unter den Fun­den der Urnenfelder um München sehr häufig. Müller-Karpe datiert diese auf die Abschnitte Ha А 1, bzw. На А 2. Die besten Parallelen der Ro­mander Gürtelhaken finden wir in Fundkomple­xen der jüngeren Gräber, so z. B. in den Gräbern Nr. 14,17,26,39und53. von Gernlieden 75 In Zusam­menhang mit den Gürtelhaken des Depotfundes von Pullach erwähnt er, dass ähnliche Stücke au­sser den Ha A 2-Gräbern auch unter den На В 1-Funden um München bekannt seien. 76 Müller­Karpe hat in einer früheren Arbeit, 77 in welcher er die Grabfunde von Kelheim in fünf Phasen eingeteilt hatte (vom späten H A bis Ha C), eine andere chro­nologische Feststellung gemacht. Die fünf Gürtel­haken dieses Gräberfeldes 78 lassen sich in mehrere Stufen einteilen: die Stufe Kelheimll (Frühphase Ha B) wird durch die Nadeln mit eiförmigem Kopf und durch die glatten Gürtelhaken ohne hintere Öse 79 gekennzeichnet. Gleichzeitig ist aber das Bruchstück eines ähnlichen!Gürtelhakens auch in ei­nem Grab der Periode IV (Spätphase Ha B) vorhan­den, das durch eine Nadeljmit Vasenkopf datiert ist. 80 Die relativ chronologische Bestimmung dieser Na­deln ist im zusammenfassenden Buch dieses Ver­fassers 81 unverändert geblieben. Es scheint also sehr wahrscheinlich, dass solche Gürtelhaken (wie die von Romand) nicht nur als Derivate in die На В Depotfunde gelangt sind, sondern sie auch weiterhin hergestellte und gebrauchte Gegenstände waren. Unter den Armringen von Romand kommen Exemplare mit elliptischem Querschnitt, und auf dem gerade abgeschnittenen Ende mit wenig Ver­dickung, verziert oder unverziert (XVII. k. 110 — 114., 117 — 120.), ausserdem ein Stück mit Quer-

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