Tudomány és művészet Veszprémben a 13-15. században (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 6. 1996)
Solymosi László: Az 1515. évi Veszprémi Zsinat és a vallásos élet
Das Synodalbuch wurde fürdasPriestertum, für Kleriker und Ordensleute, aber vor allem für die Pfarrer geschrieben. Es fasst in gedrungenem Stil die ihnen gegenüber gestellten wichtigsten Forderungen zusammen: vor allem sollte ihr Leben und ihr Verhalten unbescholten sein, damit sie als Vorbild dienen können, anderseits jedoch müssten sie über alle Kenntnisse verfügen, die im Zusammenhang mit den Sakramenten, deren Bewahrung und mit der Liturgie stehen und die sie beim Seelsorgendienst und bei der Leitung der kirchlichen Institutionen brauchen. Dazu gibt das Buch auch Anweisungen: es enthält die Merkmale einer musterhaften Lebensweise und in einigen Kapiteln gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten Wissenswerten. Eine wichtige Bedeutung wird der Bekanntmachung von Kenntnissen und Verordnungen bezüglich der Sakramente beigemessen. Alle sieben Sakramente werden in je einem Kapitel behandelt. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit den aus dem Kanonrecht gutbekannten Themen (Simonia, Bestattung, Zehnteln, Kirchenbau, Kleidung der Kleriker, Kirchengemeindebesuchen, Testamentieren, u.s.w.). In dem liturgischen, theologischen und kirchenrechtlichen Handbuch wird - den erörteten Themen unterordnet- auch über die Verpflichtungen und das fromme Leben der weltlichen Gläubigen gesprochen. Die Veszprémer Synode hat in Ungarn als erste verordnet, daß der Pfaffer verpflichtet ist, über die getauften Kinder eine Matrikel zu führen. Mit Hilfe der Geburtsmatrikel wollte man das Ausschließen gewisser Heiratshindernisse (Seelenverwandschaft, nicht entsprechendes Alter) auf sichere Gründe legen. Ausser der Einführung der Matrikel gab es unter den Veszprémer Synodalbeschlüssen noch eine Neuerung und zwar die Kommunion unter zwei Gestalten. Das Synodalbuch hat sich für die zweierlei, gleichzeitig gültigen Varianten der Kommunion entschieden. Wahrscheinlich war die Osternkommunion unter den Gestalten von Brot und Blut üblich, während bei Krankenbesuchen und in anderen Fällen die Priester nur mit Hostie kommunizierten. Das Veszprémer Synodalbuch beschäftigte sich auch mit dem Gebrauch der Muttersprache. Die Sprache der Liturgie war selbstverständlich die lateinische Sprache. Doch, wenn sich die Kirche an die Gläubigen wenden wollte oder auch sie in die Liturgie miteinschliessen wollte, durfte es nur in Muttersprache geschehen. Die Sprache der Predigten, der Trauerreden, der vorherigen Ankündigung der Eheschließungen und des Betens war vom Anfang an die Muttersprache. Bei Verabreichung gewisser Sakramente 76