Tudomány és művészet Veszprémben a 13-15. században (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 6. 1996)

Solymosi László: Az 1515. évi Veszprémi Zsinat és a vallásos élet

László Solymosi DIE VESZPRÉMER SYNODE IM JAHRE 1515 UND DAS RELIGIÖSE LEBEN IN VESZPRÉM In Sommer 1517 ist in Wien ein kleines Büchlein im Verlag Hieronymus Vietor erschienen. Der lateinsprachige Band enthält den Stoff des Synodalbuches, das bei der Synode der Veszprémer Diözese im Jahre 1515 verfasst wurde. Bei der Verfassung haben in bedeutendem Maße der Veszprémer BischofPéter Beriszló (1511 -1520), der die Synode einberufen hatte und sein Verwandter und Vikar János Statilius, der als Vorsitzender an der Synode teilgenommen hat, mitgewirkt. Das einzige Exemplar des Buches in der Bibliothek der Brünner Universität wurde vor kaum einem Jahrzehnt bekannt. Bisher wusste man über den Inhalt des Buches nur sehr wenig aus einer Ausgabe aus dem 18-ten Jahrhundert. Das Stammmaterial des Veszprémer Synodalbuches war eingentlich eine erneuerte und ergänzte Variante der Beschlüsse der Esztergomer Diözesesynode vom 1382, die im Jahre 1450 vom Kardinal Dénes Szécsi Esztergomer Erzbischof verfasst wurde und gegen 1484 in Venedig auch erschienen ist. Die Adaptation war selbstverständlich, da die Veszprémer Diözese zum Esztergomer Erzbischoftum gehörte. Die Verfasser des Veszprémer Synodalbuches haben das Esztergomer Synodalbuch stellenweise umgeschrieben, modernisiert und vor allem ergänzt. Teils wurden mehrere Kapitel des Esztergomer Synodalbuches mit kürzeren oder längeren Ergänzungen erweitert, anderseits hat man am Anfang und am Ende des umgeschriebenen Synodalbuches die Veszprémer Beschlüsse beigelegt und den Kalender angepasst. Das Veszprémer Synodalbuch unterscheidet sich trotz der vielen Übereinstimmungen so sehr von dem Esztergomer Muster, daß man es als ein selbstständiges Werk betrachten kann. Die Verfasser des Buches sind ihrem Namen nach nicht bekannt, doch müssen sie aus der Umgebung von Péter Beriszló gekommen sein. Sie waren Kanoniker und Kleriker des Veszprémer Doms, die über theologische, kirchenrechtliche und liturgische Kenntnisse verfügten. 75

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