Gizella és kora (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 4. 1993)
András Uzsoki: Das Passauer Gizella-grab im Spiegel der neuen Forschungen
5. Das Recht Gizellas zum Gebrauch des Stielkreuzes In der Großen Legende über den König István und in der von Hartvik geschriebenen Legende über Gizella können wir folgendes lesen: „Ad consortium vero regni, praecipue causa sobolis propagandáé sororem Romanae dignitatis ausgusti, videlict Henrici, qui ob mansuetudinem morum pius est appellatus, Gillam (Gislam, Gyslam, Keslam) nomine, sibi in matrimonio sociavit, quam unctione crismali perunctam gestamine coronae (regni) sociam esse notificavit." Die ungarische Übersetzung von Kurz Agnes heißt deutsch: „Als Schicksalgefährtin in seiner königlichen Herrschaft, aber vor allem zur Vermehrung seiner Nachfolger hat er die Schwester des römischen Kaisers Heinrich geheiratet, der wegen seiner guten Moralen „der Fromme" genannt wurde, die dann mit Ölsalbe geweiht wurde und die er als seine gekrönte Gefährtin anerkannt hatte." Hier wurde die königliche Würde der Königin in einer Verfassung ausgedrückt, die uns dabei unterstüzt, die Person von Gizella für eine höhere Persönlichkeit zu betrachten, nicht nur als eine Gemahlin des Königs. Gerich József hat aufgrund der Untersuchung der Begriffe rex, regnum und corona in richtiger Weise festgestellt, daß „Gizella unctione crismali peruncta gestamine corona zur consortium regni gelangte." Am wesentlichsten sind hier die Wörter: consortium regni, d.h. gemeinsames Herrschen. Sie beweisen zugleich auch das Recht, daß die Grabplatte der Witwekönigin mit dem königlichen Vortragekreuz geziert wurde. Hier weisen wir wieder auf die Urgroßmutter unserer Königin, Matildé hin, denn zwischen ihnen gab es viele gemeinsame Züge und sie untrschieden sich beide von den Königinnen der 10-11-ten Jahrhunderte, indem sie aktive Rolle in der Regierung ihres Landes spielten. 6. Neue Angaben über die Passauer Grabplatte Nach dem Erscheinen meiner Gizella-Studie im Jahre 1984 hat mich am 23-sten Mai unser Kardinalfürst, Erzbischof Dr. Lékai László in Esztergom auf einer Privataudienz im Zusammenhang mit meinen Gizellaforschungen empfangen. Da gab er mir seine Pläne bekannt, in der Esztergomer Basilika eine Kapelle zur Ehre des Heiligen Stephans und der Seligen Gizella zu errichten. Im Laufe unseres Gespräches schlug ich vor, daß man die das Passauer Gizellagrab deckende Grabplatte gründlicher untersuchen und davon je eine Kopie für die Esztergomer und die Veszpremer Basilika fertigen lassen sollte. Im Jahre 1986, im Rahmen des Passauer Gizella-Symposiums, habe ich diesen meinen Vorschlag wiederholt. Erst später erfuhren wir, daß 77