Vállalkozó polgárok a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1994. október 13-14. (Veszprém, 1995)

B. Horváth Csilla: A pécsi polgárok mecénási tevékenységéről a 19. század közepétől az I. világháborúig

CSILLA В. HORVÁTH Über des Mäzenatentum der Pécser Bürger von der Mitte des 19-ten Jahr­hunderts bis zum ersten Weltkrieg In der Zeitetappe zwischen 1850 und dem ersten Weltkrieg verwandelte sich Pécs aus einer der vielen Kleinstädte zu einer sich dynamisch ent­wickelnden Stadt mit allen Merkmalen der modernen kapitalistischen Entwicklung. Der Aufschwung war vor allem der Kohlengewinnung in den in der Umgebung der Stadt aufgefundenen Kohlenlagern zu verdanken. Die Stadt hat im Jahre 1852 die schon seit Mitte des 18-ten Jahrhunderts be­kannten Kohlenfelder an die Österreichische Donaudampfschiffgesell­schaft verkauft. Die Inbetriebsetzung und Prosperierung der Kohlengrube brachte auch die Entwicklung anderer schon im manufakturellen Rah­men funktionierenden Industriezweige mit sich (z.B. Töpferei, Leder- und Holzverarbeitung), d.h. es kamen auch neue Betriebe zustande. Zugleich begann auch die architektonische Umänderung der Stadt (Expansion der Vorstädte, Modernisierung der Innenstadt). Zu dieser Zeit kam es auch zur Gründung eines modernen Kleinhandels. Durch die Errichtung der Eisenbahnlinien kam die Stadt in Verbindung mit den anderen Teilen des Landes und auch mit den europäischen Staaten. Die fünf Pécser Fabriken: die Keramikfabrik „Zsolnay", die Orgelfab­rik „Angster", die Handschuhfabrik „Hamerli", die Sektfabrik „Littke" und die Lederfabrik „Höfler" hatten ihr Aufrechtbleiben und ihre Ent­wicklung den neuen Erfindungen und technischen Neuerungen zu ver­danken. So konnten sie in ihrem Bereich auch im Landesmaßstab für eine gewisse Zeit an die Spitze gelangen. Im allgemeinen jedoch haben sich in der Stadt vor allem mittelgroße und kleinere Betriebe verbreitet. Die Eigentümer der schon erwähnten Fabriken und anderer Betriebe haben den Gewinn ihrer verhältnismäßig gut prosperierenden Einheiten vor allem zur weiteren Entwicklung ihrer eigenen Betriebe investiert. Ihr bürgerliches Selbstbewußtsein jedoch spornte sie an, in der in der Mitte 247

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