Vállalkozó polgárok a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1994. október 13-14. (Veszprém, 1995)
B. Horváth Csilla: A pécsi polgárok mecénási tevékenységéről a 19. század közepétől az I. világháborúig
des 1 9-ten Jahrhunderts noch überwiegend deutschsprachigen Stadt auch zur Förderung der ungarischen Kultur und des ungarsprachigen Schulunterrichts beizutragen. Für die Stadt Pécs waren individuelle Spenden in hohen Summen nicht charakteristisch, da ihre Bürger meistens nicht ausgesprochen reich waren. Man hat die Verwirklichung dieser Zielsetzungen meistens innerhalb verschiedener Vereine, Kasinos und in Form gemeinsamer Spenden unterstützt. Das Pécser Nationalkasino hat in den 40-er Jahren des vorigen Jahrhunderts vor allem das ungarische Theaterwesen unterstützt; später wurden auch Stipendien für die begabten, doch armen jungen Leute gestiftet. Im weiteren kam es auch zu vielen individuellen Stipendienstiftungen. Ausser der Unterstützung des Unterrichts begannen die Bürger in den 60-er Jahren des 19-ten Jahrhunderts auch für den Sport finanzielle Spenden zu geben, da dieser immer populärer wurde, so z.B. trugen sie zur Errichtung von Turnsälen, Schwimmbädern, Eislauf platzen, Fahrradbahnen, u.s.w. bei. Viele Bürger der Stadt unterstützten mit kleineren-grösseren Summen auch die geistige Entwicklung der Stadt. Von denjenigen wollen wir vier Bürger hervorheben, die -bis auf einen- in ihrem Testament eine beträchtliche Summe hinterließen mit der Voraussetzung, daß man damit das geistige und kulturelle Leben der Stadt fördere. (Bánffay Simon, Advokat und Journalist, Gründler András, Zimmermann, Farkas István, Advokat). Csukás István, Klempner hat auch schon zu seiner Lebenszeit viel für den Aufbau des Stadttheaters getan, er unterstützte auch den Singverein (dalárda) und den Verein „Mecsek". Leider ging das Kapital der Stiftungen — bis auf den von Farkas-Ratkó gestifteten Preis für die Schauspieler des Nationaltheaters — durch die Inflation nach dem ersten Weltkrieg verloren. Zu seiner Zeit jedoch waren diese und ähnliche Stiftungen und Stipendien eine bedeutende Hilfe in der Gestaltung des geistigen Lebens der Stadt. 248