S. Lackovits Emőke: Viseletek öltözködési kultúra a Bakony és a Balaton- felvidék falvaiban (Veszprém, 2001)

Német nyelvű rezümé

Neben dem frisch verheirateten Frauchen mit Leibchen trugen die Brautjungfer weißen oder weiß-bunten Rock, weißes Kölschhemd, rote Seidenweste, schwarze, später, ab den 1920er Jahren weiße Schürze, aber sie trugen nie ein Kopftuch, mit ihrer Kleidung passten sie sich aber immer an die Braut. Die Gäste des Brautfestes zogen zur Hochzeit im allgemeinen die schönsten, schick­sten, an Großfesttagen getragenen Kleider an, aber zum Mittagessen des Brautfestes zogen sie bunte Kretonne-, Floconné- oder Panamaröcke, Ármelleibel an oder sie zogen nur Blaudruck an, an ihren Köpfen Haarknotentuch angebunden. Oft gingen sie vor dem Mittagessen zu den Nachbarn hinüber, um sich von den teuren Kleidern befreiend, von ein paar Unterröcken loswerdend, am Tisch während des Mittagessens bequem sitzen und in derselben Kleidung tanzen zu können, ohne Angst davor zu haben, daß sie die temen Stoffe beschwitzen. Der Bräutigam trug überall schwarze Stiefelhose, Weste, Ármelleibel, Stiefel, weißes Kölsch- oder Chiffonhemd mit weißem, kleinem Kragen, schwarzen Hut, mit einer kleinen Bandschleife und mit dekorativem Rosmarinstrauß am Mantelansatz. Der letzte große Anlaß, den sie mit extra Kleidung ehrten, waren die Zeitperioden der Begräbnis imd der Trauer. Das Trauerkleid bedeutete jeder Generation das Schwarze, die Zeitdauer der Trauer war aber verschieden. Die Eltern und der Ehegatte wurden ein Jahr lang, Geschwister, Schwiegervater und Schwiegermutter ein halbes Jahr lang, leibhehe Vettern und Vettern zweiten Grades, Nahverwandte drei Monate lang, Vettern dritten Grades, entfernte Verwandte einen Monat lang betrauert. Zur Begräbnis eines entfernten Verwandten zog man Geweberock mit kleinem weißem Muster auf schwarzem Grund, schwarzes Satintulifantchen, schwarze Schußatlasschürze imd schwarzes Seidentuch an, aber wenn die Trauer nicht tief war, trugen sie zu der schwarzen Kleidung dunkelblaues Seidentuch. Die schwarzen Tücher konnten Seidentücher mit Muster oder Gewebetücher mit Wellenlinie am Rand geschmückt sein. Solche Bekleidung trug man in der Trauermesse, aber ein aus ganz schwarzem Gewebe genähtes Kleid trug man in Pula/Pula zur Anbetung des Allerheiligsten. Die Kleidung der Allerheiligstenmesse wurde auch aus schwarzem Gewebe angefertigt, das Tuch dazu war schwarze Seide mit Muster oder Seide mit schwarz-lila Muster. Trauer wurde auch vom zweilagigem Seidetuch mit schwarzem Kranz auf schwarzem Grund angedeutet. Die Gestorbenen wurden im allgemeinen in schwarzen oder wenigstens dunklen Rock, Tuhfäntchen gekleidet. Es kam auch vor, daß ihnen schwarzes Brautkleid angezogen wurde. In Tótvázsony/Totwaschon wurden ihnen auch Schuhe angezogen und um die Taille wurde eng ein Kaschmirtuch gebunden, denn „sie mußten einem domigen Weg entlang gehen, bis sie in den Himmel gelangten." 73 In Magyarpolány/Polan wurde die junge Gestorbene in weißem Kölsch- oder hellfarbigem Floconnérock beerdigt. Die Männer winden im allgemeinen in schwarze Festtracht gekleidet. Kindertracht: Die prinzipiellen Charakteristika Ankleidung der Kinder waren mit der der ungarischen Gemeinden identisch. Unter vier Jahren wurden sowohl die Mädchen als auch die Jungen in einem Hängekleid angekleidet. Um die Jungen zu unterscheiden, set­zte man ihnen einen Herrenhut an (Bild Nr.84Wesprim Dózsa-Stadt, Bild Nr.85 Városlőd/Waschlud). Über vier Jahre, bis zum 5-7. Lebensjahr bekamen die Jungen mit dem Oberteil zusammengenähte offene Hose, für Festtage aber bekamen sie schon lange, aber noch nicht bis zum Knöchel hinunterreichende Hose und Bluse dazu. Ab dem 8-10. Lebensjahr war üire Bekleidung mit der Anzugs- und Stiefeltracht der Erwachsenen iden­tisch.

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