S. Lackovits Emőke: Viseletek öltözködési kultúra a Bakony és a Balaton- felvidék falvaiban (Veszprém, 2001)

Német nyelvű rezümé

Das zusammengenähte Kleid der Mädchen wurde ab ihren viertem Lebensjahr mit abgenähten Falten und Bändern verziert, meistens aus Reststoff oder aus dem Rock der Erwachsenen, der schon nicht mehr gebräuchlich oder abgenutzt war, selbst geschneidert (Bild Nr.87 Városlőd/Waschlud). Ab ihren 8-10. Lebensjahr bekamen sie mit der Leibchen- bzw. Jäckchentracht identische Kleider. Die Mitglieder beider Geschlechte gingen vom Vorffiihling bis Spätherbst barfuß, Schuhe und Stiefel hatten sie nur an Festtagen und im Winter an. Die Mädchen trugen oft versohlte Holzkloppe und zu Hause aus Gewebe, aus Gewandreste genähtem „Tutyi". Anschaffung der Trachtenstücke und ihre Pflege. Verlassen der traditionellen Trachten. Die Frauen und Männer kauften die zu den einzelnen Bekleidungen nötigen Kopfbedeckungen. Die Stücke der Männerkleider ließen sie mit dem Schneider nähen oder kauften sie in den Messen als fertige Kleider von den dort feilbietenden Schneidern. Die Hemden schneiderten sie selbst, aber seit den 1940-ern Jahren kauften sie sie oft in den Geschäften, hauptsächlich die Hemden, die sie zu den Festen trugen. Die Stücke der Frauenbekleidung wurden zum Teil eigenhändig selbst geschneidert ­zu diesen Stücken gehören die Unterwäschen und die zu Hause getragenen, alltäglichen Kleider -, aber in vielen Fällen nähten Mutter imd Töchter sogar die Festkleidung. Das Geld der Armen reichte nicht für eine Schneiderin, mit ihren selbstgenähten Kleidern ahmten sie die der sich modisch kleidenden Dorfgenossen nach. Es war allgemein, daß die einfacheren Kleidungsstücke selbst geschneidert wurden, weil es eine allgemeine Meinung der damaligen Menschen war, daß alle Frauen, die ihre Kleider nicht selbst nähen können, nichtswürdig seien. Die Kleider mit komplizierterem Schnitt, die sie zu den Festen trugen und die Kleider, die besonders verziert waren, ließen sie mit Spezialisten, also Schneiderinnen nähen, von dessen Namen mehrere nicht verschnallten. In Magyarpolány/Polan Mária Korbély, Teréz Titzer, die Frau von János Pálovics, Frau Kaufmann geb. Anna Trieber, die Frau von János Paulics, Mária Németh, in Városlőd/Waschlud die Frau von Mihály Elmann imd ihre Tochter, Frau Rippel geb. Krisztina Elmann, Man Seibert, die Frau von János Remesch, in Tótvázsony/Totwaschon Frau Karfher geb. Veronika Róka. Die Kleiderstoffe, Tücher, Zacken, Schleifen, Knöpfe kauften sie von einem jüdischen Kaufmann namens Breier in Pápa/Papa, von Schwarz und von Ehdelmann in Devecser, femer in Ajka/Ajka, VeszprémAVesprim und Zirc/Sirtz, bzw. in den Messen. Blaudruck kauften sie fast ausschließlich in den Messen, meist von der Familie Kluge von Pápa/Papa, deren Mitglieder genau wußten, welche Gemeinde Stoffe mit welchen Mustern gern hat, sogar auch das, daß es bestimmte, in einigen Familien von Generation zu Generation angeerbte Mustern gibt. Sogar diese Bedürfhisse wurden ohne Fehl befriedigt. Zu einem Rock brauchte man 2-3 m Stoff, zu einem Tuhfäntchen genauso viel, zu einer Schürze 1-1,30-1,50 m war auch genügend. Später reduzierte sich der Stoffbedarf zum Ármelleibchen und zum Rock vom 6 m zu 5 m. Zur Ausfütterung rechnete man 2 m, daß aus ungebrauchten Röcken, aus Kissenbezug gewonnen wurde, nur zu den festlichsten Ármelleibchen kaufte man neue, meistens gescheckte Kretonne oder Flanell Ausfütterungsstoff, aber zu hellen Waren wurde einfarbiger Stoff angewendet. Der

Next

/
Oldalképek
Tartalom