S. Lackovits Emőke: Viseletek öltözködési kultúra a Bakony és a Balaton- felvidék falvaiban (Veszprém, 2001)

Német nyelvű rezümé

Das Gebetbuch, der Marienpsalter und das weiße Taschentuch gehörten übrigens zur Sonntags- und Festtracht der Mädchen und Frauen. Ohne diese gingen sie nie in die Kirche. Die weiße Bekleidung: In den 1920-ern, 1930-ern Jahren bildeten mancherorts weißer Kölschrock, weißer Kölschärmelleibel, schwarze Schußatlas- und Satinschürze, weiße Strumpfhose und schwarze Schuhe die Brautbekleidung (BildNr.81, Magyarpolány/Polan). Übrigens tru­gen zu dieser Zeit nur die Töchter reicher Familien echtes, weißes, langes Brautkleid mit Brautschleier (z.B. BildNr.82 Szentgál). Zum Mittagessen und zum Brauttanz zog sich die Braut um. Zum Mittagessen zog sie weißen Chiffonrock, weißes, behaubtes Kölschhemd, Kaschmirleibchen mit blauen, roten oder lila Rosen und weißes gesticktes Schultertuch aber üire Strumpfhose, Schuhe und Schürze blieben dieselben, die sie während der Hochzeit anhatte. Zum nächsten Kleidwechsel kam es nach Mitternacht, als sie die Geschenke schon bekamen, da zog sie das Fraucbenkleid an imd ihr Haarknoten wurde gemacht. Auf ihren Haarknoten kam ein am Nacken gebundene Kretonnetuch mit Muster, in VároslődAVaschlud wurde rotes Tuch mit schlangenformigem Muster angebunden aber ihr Rock, Hemd und ihre Schürze blieben die selben, die sie beim Mittagessen anhatte, ihr Schultertuch wurde aber auf buntem, meistens mit dem Kopftuch übereinstimmen­dem Tuch ausgetauscht. 70 Am zweiten Tag des Brautfestes trug das frisch verheiratete Frauchen Kretonnerock mit blauem Muster auf hellblauem Grund, weißes Kölschhemd, Leibchen mit Rosen auf rotem, blauem oder schwarzem Grund, Schultertuch mit zackigem Rand und mit schwarzem Muster auf weißem Grund, am Nacken gebundenes Kopftuch mit grellem Muster auf rotem Grund. Am dritten Tag des Brautfestes erschien das Frauchen in Kretonnerock mit schwarz­weißem Muster, weißem Kölschhemd, im Leibchen mit Rosen, schwarz getupftem Schultertuch mit Zacke auf weißem Grund, schwarzer Schürze, am Nacken gebundenen Kopftuch mit Blumenmuster auf rotem Gnmd. 71 Zwischen der Tracht der drei Tage des Brautfestes und der Bekleidung der drei Tage des Faschings gibt es viele ähnliche Züge. Als die frisch verheiratete Frau zum ersten Mal zum Haus ihres Mannes begleitet wurde, trug sie in Magyarpolány/Polan Kaschrmittrlifantchen mit grünen Rosen, grünen oder weißen Kretonne- oder Floconnérock, eventuell grünen Geweberock, schwarze Schürze und am Nacken gebundenes getupftes Delainekopftuch mit zackigen Rand. Am Morgen des zweiten Tages des Brautfestes ging die frisch verheiratete Frau in Begleitung üvrer Firmpatin in die Kirche, hierher fühlte ihr Weg, nachdem ihr Haarknoten gemacht wurde, zum sog. Vorsegen'. Da trug sie ihr Brautkleid aber immer mit schwarzer Schürze. In Magyarpolány/Polan band sie blaues, üla oder rot getupftes Haarknotentuch auf weißem Grund mit zackigem Rand, bzw. am Nacken gebundenes auf rotem Grund weiß getupftes Seidenkopftuch lun üiren Kopf. In Városlőd/Waschlud war dies die einzige Gelegenheit, wo das frisch verheiratete Frauchen das von ihrer Firmpatin zu diesem Anlaß bekommene zweilagige Seidenkoptuch mit rotem Kranz am Nacken binden durfte. 72 Die Bekleidung der Brautjungfer passte sich immer der Bekleidung der Braut an. Als sie Maike trug, hatten auch sie eins an, aber die Farbe der Schleife in ihren Nacken unter­schied sich von der der Braut. Ihre Röcke waren meistens blau gemustert (Bild Nr.83 Hidegkút/Hidekut).

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