Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)
Az 1809-es hadjárat Magyarországon - CSIKÁNY TAMÁS: A francia és az osztrák tüzérség alkalmazása az 1809. évi magyarországi hadjárat során
In den Kriegen nach der französischen Revolution und während Napoleon kam es zu bedeutenden Veränderungen auch auf dem Gebiet der Artillerie. Zu dieser Zeit entfaltete sich - dank Napoleon - jener Grundsatz, nach dem die Artillerie nicht unter den Truppen gleichmäßig verteilt, sondern massenweise, in den entscheidenden Richtungen eingesetzt wurde. Zugleich wurde die Bedeutung der Reserveartilleric erkannt, deren Anstellung eine günstige Wendung in der Schlacht geben konnte. Es gab weitere Veränderungen auch in den Gefechtsordnungen der Artillerie. An die Stelle des bisherigen administrativen Regiments trat in der Kriegszeit die Batterie, deren Größe verschieden war, im Durchschnitt wurden 6-10 Geschütze unter einheitliche Führung gesetzt. Die Geschütze standen 15-20 Schritte 2 voneinander entfernt, so konnte der Befehlshaber eine Einheit von dieser Größe wirksam lenken. Die Batterien wurden Brigaden, Divisionen oder Armeekorps zugeteilt, damit sie im Interesse dieser eingesetzt werden. Die Batterien hatten die Schlacht mit der Artillerie zu sichern, die lebendigen Kräfte des Feindes zu vernichten, die Gefechtsordnung zu verletzen, die angreifenden Einheiten zu vernichten. Als zweite Aufgabe stellte sich die Vernichtung und „Verstummung" der feindlichen Artillerie, die oft zum Duell zwischen den Artillerien führten. Die Batterien konnten auch im Interesse von höheren Aufgaben zusammengezogen werden unter einer einheitlichen Führung. So entwickelten sich „Riesenbatterien", wie z. B. am 6. Juli 1809 bei Wagram. Diese Artilleriemasse hatte den Durchbruch des französischen Heeres bei Aderklaa vorzubereiten. 3 Es gab zwei Grundtypen der Batterien: Infanterie-, Reiterbatterien und Reitende Batterien. Die Infanteriebatterie unterstützte Infanterieeinheiten, da die Bediener die Geschütze zu Fuß begleiteten, so konnten sich die Batterien nur im Tempo der Infanterieeinheiten bewegen. Eine große Gruppe der Batterien bildeten die Reiterbatterien. Die ersten Rcitcrbattcrien stellte Friedrich der Große im Jahre 1759 auf. Es war nötig, weil seine Batterie den leichten, schnellen österreichischen Batterien gegenüber in ungünstige Lage geraten ist. Jeder Geschützmann bekam ein eigenes Pferd, vor die Geschütze wurden mehrere Pferde eingespannt, so war diese Art der Artillerie in jener Zeit äußerst beweglich. Diese Erneuerung gewährte sich in dem Maße, dass man sie 1779 auch im österreichischen Heer einführte. Die Erneuerungen der Geschütze und die Tatsache, dass sie leichter wurden, ermöglichten, dass der Geschützmann ohne das Pferd zu belasten auf Lederriemen („Wurst") sitzt. Diese Form wurde auch im kaiserlichen-königlichen Heer eingeführt, als die Reiterartillerie gegründet wurde. In den anderen Ländern benutzte man die frühere Form des Geschützes. Die Österreicher begründeten ihre Entscheidung damit, dass der Geschützmann auf diese Weise mehr zum Geschütz gebunden ist, und es besteht weniger die Gefahr, dass er das Geschütz verlässt. Die Artillerie wurde dadurch langsamer, aber zum Ausgleich organisierte man mehr Reiterbatterien. 4 In der Artillerie wurden im 19. Jahrhundert Geschütze von verschiedenem Kaliber und Zweck verwendet. Nach Verwendungszweck sprach man über Berg-, Feld-, 2 1 Schritt = 75 cm 3 Zur Organisation und Wirksamkeit der Artillerie siehe ORTENBURG Zur Organisation, Kanonen und Munitionen das kaiserlich-königlichen Heeres siehe MÜLLER; DOLLECZEK. HOLLINS, CSIKÁNY.