K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)

MERCZI, MÓNIKA: Frühkindliche Skelettfunde aus dem römischen Gutshof von Baláca

„pränatal/geburtsreif (Skelette 3, 5), oder sie konnten für „geburtsreif ' gehalten werden (Skelette 1, 12). Die sechs Skelette, die nach Kósa älter als 10 Lunarmonate waren, befanden sich nach Grefen-Peters im oberen Variationsbereich Neugeborener. Nach den Proportionsänderungen der Langknochen und den Korrelationen zwischen Diaphysenlängen überlebten sie die Geburt um wenige Wochen. Die zwei Säuglinge (Skelette 6, 8) aus dem Gebäude II waren jünger als halbes Jahr. Da wir über die Diaphysenlänge der Extremitätenknochen zwischen Geburt und 6 Monaten keine Angaben haben, kann das Alter dieser Kinder genauer nicht geschätzt werden. 2. Körperlänge Aus der Diaphysenlänge der Langknochen (Tabelle 1 ) wurde die Körperlänge mit zwei Methoden geschätzt, von denen die Formeln von Kósa (Tabelle 4) höhere Werte lieferten, als die Methode von Olivier (Tabelle 5). Diese Angaben wurden mit der Körperlänge rezenter ungarischen Kinder verglichen. Die Körperlänge der Neugeborenen an der Grenze „pränatal/geburtsreif (Skelette 3,5) war 50-51 cm (nach Olivier 49,5-50,5 cm), die der geburtsreifen Neugeborenen (Skelette 1,12) ungefähr 52 cm (nach Olivier 51-52 cm). Diese Werte, im Vergleich mit den rezenten Angaben, sprechen auch dafür, daß die vier Neugeborenen geburtsreif waren. Die Abweichungen in der Körperlänge müssen nicht unbedingt auf den Reifezustand der Neugeborenen zurückgeführt werden, sie können - den heutigen Kindern ähnlich - auch geschlechtliche Unterschiede andeuten. Die Körperlänge jener Neugeborenen (Skelette 2,4,7,9,10,11), die nach Grefen­Peters die Geburt um wenige Wochen überlebten, war zwischen 55-57 cm (nach Olivier 54-56 cm). Nach den rezenten Angaben kann diese Körperlänge zwischen dem ersten und zweiten Lebensmonat erreicht werden. So kann es angenommen werden, daß diese Neugeborenen nach der Geburt 4 bis 8 Wochen erleben konnten. Die zwei Säuglinge (Skelette 6,8) waren länger als 60 bzw. 63 cm. Im Vergleich mit den rezenten Angaben konnte der jüngere Säugling (Skelett 8) in einem Alter von 3^4­Monaten sterben, das Alter des anderen Säuglings (Skelett 6) kann ungefähr auf 4-5 Monate geschätzt werden. 3. Erkrankungen Pathologische Veränderungen konnten bei den bereits geborenen Kindern nicht wahrgenommen werden (0/4 - 0 %). Ob sie schon tot zur Welt kamen, oder kurz nach der Geburt starben, kann nicht entschieden werden. Erbliche Krankheiten, angeborene Anomalien, Komplikationen bei der Geburt, Infektionen, unzureichende hygienische Verhältnisse können für diesen frühen Tod verantwortlich gemacht werden. 20 Unter den Neugeborenen, die die Geburt um wenige (4-8) Wochen überlebten, konnte die Todesursache nur bei Skelett 7 geklärt werden (1/6 = 16,7 %). Die an allen Knochen beobachtete Periostitis und die damit verbundene Osteomyelitis konnte sich während

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