K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)

MERCZI, MÓNIKA: Frühkindliche Skelettfunde aus dem römischen Gutshof von Baláca

Skelett 11: Gebäude II/Quadrant 42 (1984) Unvollständiges Skelett eines Neugeborenen: rechte Scapula, Rippen, linker Radius, Femora und rechte Tibia (Abb. 3,5). Alter: Nach Kósa älter als 10 Lunarmonate, nach Scheuer et al. 10,2 Lunarmonate (= 40,9 Wochen). Nach Grefen-Peters befindet sich der Fund im oberen Variationsbereich Neugeborener, anhand der Proportionsänderungen der Langknochen überlebte das Kind die Geburt um wenige Wochen. Skelett 12: Gebäude XIV/Quadrant 73/D (1992) Unvollständiges Skelett eines Neugeborenen: fragmentarischer Schädel und Unterkiefer ohne Zähne, Rippen, rechte Clavicula, rechter Humerus und Femora (Abb. 3,6). Alter: Nach Kósa genau 10 Lunarmonate; nach Scheuer et al. 9,5 Lunarmonate (= 38,2 Wochen). Nach Grefen-Peters fällt es in den unteren Variationsbereich Neugeborener, aufgrund der Proportionsänderungen der Langknochen handelt es sich um ein „geburtsreifes" Neugeborene. Ergebnisse 1. Alterszusammensetzung Von den untersuchten 12 Skeletten konnten 10 (83,3 %) als Neugeborene (0-3 Monate) bestimmt werden, zwei weitere (16,7 %) waren Säuglinge (4-12 Monate). Über Alterszusammensetzung und Reifezustand der Neugeborenen kann mittels drei Methoden Folgendes gesagt werden (Tabelle 2-3): Nach Kósa waren vier Neugeborene (Skelette 1, 3, 5, 12) älter als 9,5, aber jünger als 10, oder genau 10 Lunarmonate alt (4/12 = 33,3 %). Mit den Regressionsformeln von Scheuer et al. konnte für diese Individuen ein Gestationsalter von 37,6 bis 38,6 Wochen (= 9,4-9,7 Lunarmonate) bestimmt werden. Bei sechs Skeletten (Skelette 2, 4, 7, 9, 10, 11), da die Maßangaben von Kósa für Feten zwischen 3-10 Lunarmonaten anwendbar sind, konnte nur soviel festgestellt werden, daß sie älter als 10 Lunarmonate waren (6/12 = 50,0 %). Nach Scheuer et al. konnte für sie ein Gestationsalter von 39,9 bis 41,6 Wochen (= 10,0-10,4 Lunarmonate) geschätzt werden. Keines der untersuchten Neugeborenen war jünger als 37 Wochen, so müssen nach der WHO alle geburtsreif betrachtet werden. König und Kronfeld hielten jene Neugeborenen für geburtsreif, bei denen die Diaphysenlänge der Tibia die des Humerus übertrifft. 19 Dieser Zustand wird erst im 10. Lunarmonat erreicht. Nach dieser Voraussetzung ist nur Skelett 1 nicht geburtsreif. Jene Skelette, die nach Kósa jünger oder genau 10 Lunarmonate alt waren, erreichten nach Grefen-Peters die Minimalwerte des Variationsbereiches Neugeborener nicht, oder sie fielen in den unteren Bereich Neugeborener. Nach den Proportionsänderungen der Langknochen und den Korrelationen zwischen Diaphysenlängen von Humerus und Tibia bzw. Humerus und Femur lagen die Funde entweder an der Grenze

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