K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)

GABLER, DÉNES: Geometrische Mosaiken in der Villa von San Potito di Ovindoli

nur 12 cm.) Innerhalb der Umrahmung sind ein weißer (14 cm), dann ein schwarzer (3 cm), dann wieder ein weißer (5 cm) und schließlich ein roter Streifen (2 cm) zu sehen. Die verzierte zentrale Fläche ist schwer beschädigt: Auf zusammenhängende Flächen stießen wir nur auf dem östlichen und südlichen Teil, eine kleine Fläche konnten wir ca. in der Mitte des Raumes beobachten. Das in der Mitte erhalten gebliebene Muster zeugt davon, dass es kein Emblem in diesem Raum gab. Der diagonal angeordnete Rapport des geometrischen Mosaiks besteht aus Quadraten. Die Mosaikwürfel sind schwarz, weiß, rot, grün und gelb. Die schwarzen und weißen Würfel sind 0,9 x 0,9 cm groß, während die farbigen kleiner sind. Eine 10 x 10 cm große Fläche konnte mit 11-12 Würfeln dieser Größe ausgelegt werden. Die gelben Mosaikwürfel sind am kleinsten, man konnte eine 10 x 10 cm große Fläche mit 14-16 Stücken auslegen. 9 x 9 cm und 18 x 18 cm große Elemente machen das aus Quadraten bestehende Netz aus, bei den Ecken sind sie mit 9x18 cm großen Bändern verbunden. Die letzteren schließen sich mit den Längsseiten 18 x 18 cm großen, bzw. mit den Kurzseiten 9 x 9 cm großen Quadraten an. Alle Rechtecke des Rapports bestehen aus gelbgrünen Würfeln. Die größeren Quadraten sind wechselnd weiß und rot, die kleineren gelb, schwarz und rot. An den Stellen, an denen diese Verzierung den Rahmen berührt, ist die Reihe der Quadrate abgeschnitten: der Rand des Musters besteht also aus gleichschenkligen Dreiecken, die immer weiß sind. An einigen Stellen zeigen die Farben eine interessante Veränderung. In der Nähe der südöstlichen Ecke ist eine kleine Fläche gelb und ein Quadrat setzt sich in braunrotem Farbton fort, ist auch das Grün dunkler. Vielleicht veränderten sich wegen der hohen Temperatur des Brandes die Farben. In der südöstlichen Ecke konnten wir noch eine interessante Erscheinung beobachten: da scheinen das Gelb und Grün, Türkisblau zu sein. Eine andere Erklärung ist auch möglich, nämlich dass die ausgefallenen Würfel an den fehlenden Stellen mit einem anderen Steinchen ersetzt wurden. Der Größenunterschied der Mosaikwürfel ist deshalb auffallend, weil es keine figurale Darstellung gibt. Sonst hätte man kleinere Würfel angewendet um der Kontur des Musters folgen zu können. Das Quadratnetz an sich beansprucht Elemente gleicher Größe. Es ist anzunehmen, dass auch der tessellarius Mosaikwürfel mitbrachte, aber andere Stücke an Ort und Stelle abgeschnitten wurden. Während der Ausgrabungen kamen blaue Glaspastenblöcke ans Tageslicht, aus denen an Ort und Stelle die blauen Mosaikwürfel abgeschnitten wurden. Sie wurden meist bei dem geometrischen Mosaikboden des Raumes II angewandt, aber die blauen Glaspastenmosaikwürfel kommen auf dem ganzen Grabungsareal zerstreut - auch 60-70 m weit vom Raum II entfernt - in so großer Zahl vor, dass ihre Anwendung auch als Wandmosaik anzunehmen ist. Die schwarzen, weißen und vielleicht auch die blauen und roten Würfel wurden an Ort und Stelle abgeschnitten. Im Raum XIV erscheinen sonst auch Mosaikwürfel solcher Farbe, die in San Potito anderswo nicht zu finden sind. Nur hier tauchen die gelben und türkisblauen Mosaikwürfel auf, während das Rot im benachbarten Raum XII in der Umrahmung (Drei-Grazien-Mosaik) zu beobachten ist. Unter dem dünnen weißen Kalkbett des Mosaiks stießen wir schon auf den gewachsenen Boden, es ist also mit anderen Niveuas nicht zu rechnen.

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