K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)
SEITZ, GABRIELE: Vom Luftbild zum Museum. 15 Jahre Heitersheim
die Pfarrkirche St. Bartholomäus, 1997 der Rohbau des Römermuseums. Heitersheim stieg auf diese Weise in die Rangklasse der musikalischen Metropolen wie Salzburg, Mailand oder London auf. Neben dem Erlös der Konzertkarten war es vor allem Herstellung und Vertrieb der hierbei aufgenommenen CDs, die enormen Finanz- und Prestigezuwachs für das Gesamtvorhaben einspielten (Abb. 3). Wiederum gelang es, die einheimische Bevölkerung in das Forschungsprojekt einzubeziehen und zugleich weit ausgreifende Werbung für die Stadt zu betreiben. Kulturpreis Heitersheim: Amor Um das Interesse am Heitersheimer Forschungsprojekt in einer breiten Öffentlichkeit ständig wach zu halten, wurde professionelle Pressearbeit geleistet, unterstützt von außergewöhnlichen Anlässen. So vergab die Stadt ab 1997 einen Kulturpreis an Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße für die Erforschung, Entstehung oder den Unterhalt des römischen Villenprojekts eingesetzt hatten, einerlei, ob mittels finanzieller Zuschüsse namhafter Größe oder mittels ihres ideellen Einsatzes. Als Symbol und Wahrzeichen dieser Auszeichnung wählte man die kleine römische Bronzestatuette eines geflügelten Eroten, des Amor 6 , der 1996 auf der Gemarkung von Heitersheim gefunden worden war. Medium Film - virtuelle Rekonstruktion Bereits ab Grabungsbeginn wurde eine Filmdokumentation durchgeführt. Aus diesen - den Fortgang der Arbeiten verfolgenden Filmaufzeichnungen - entstand nach Abschluss der Erforschungsphase ein einstündiger Videofilm mit dem Titel „Eine Stadt macht Geschichte - Die Römervilla von Heitersheim im Zeichen archäologischer Forschung". Der Film dient als erstes, didaktisch aufbereitetes Schulvideo zum Thema „Archäologie" in Baden-Württemberg. Er wurde in erster Linie für den Schulunterricht geschaffen und stellt anschaulich die archäologischen Techniken der Heitersheimer Grabungen vor, wie sie auch in den Bildungsplänen für die Sekundarstufe I vorgesehen sind. Auch die Grabungen innerhalb des Schutzbaus wurden per Film dokumentiert, um für Veranstaltungen aller Art (z.B. pädagogisch-didaktischen Weiterbildungen, TourismusRakete" etc.) verfügbar zu sein und mittels der modernen Medien Interessierte auch über diese Schiene zu erreichen. Zu diesem Zweck ist im Heitersheimer Schutzbau eine Server-Station samt Internet-Zugang installiert. Eine Grundausstattung, die darauf abzielt, alle heute verfügbaren Medienorgane gezielt dazu zu nutzen, wissenschaftliche, d.h. in diesem konkreten Fall archäologisch-historische Belange in das Bewusstsein möglichst Vieler „einzuspielen". Filmische Dokumentationen und ihre allgemein verständliche Aufbereitung konnten noch gesteigert werden, durch eine Zusammenarbeit mit der in Freiburg damals neu eingerichteten Fakultät für „Angewandte Wissenschaften", Abteilung