K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)
ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai
men Dedikanten eines Altars für ihren Großvater oder eher für ihre Großmutter, eine der angeheirateten Frauen. Da sie - falls richtig verstanden - ohne Filiationsangabe genannt wurden, dürften sie zu einer der letzten (der vierten?) Generation der Claudier gehören. [19] [Ti. C]la[udius —] (?) oder [C]la[udia —] (?), Name hypothetisch ergänzt aus den Resten des Fragments G 43. Er könnte mit [9] oder [10] identisch sein. [20] [Val]er[ia] (?) C. [f. —], Empfängerin des Altars X, offenbar Frau eines der Tiberii Claudii. [21] [—i]a A[ —], Empfängerin des anzunehmenden Altars XI, offenbar Frau eines der Tiberii Claudii. Da sie - falls richtig verstanden - ohne Filiationsangabe genannt wurde, dürfte sie zu einer der letzten (der vierten?) Generation der Familie gehören. Es sei hier nochmals mit Nachdruck gesagt: Die hier entworfene Chronologie und Genealogie der Familie von Baláca leidet unter zu vielen Unsicherheiten, um als hinreichend abgesichert zu gelten. Immerhin lassen sich anhand der hypothetischen Liste der Familienmitglieder einige durchaus plausible Erkenntnisse ableiten. Erstens lässt sich die oben (Abschnitt 5) gemachte Feststellung bekräftigen, dass uns nicht alle Altäre bekannt sind, die um den Tumulus herum aufgestellt wurden. Da wir mit mindestens sieben verheirateten Männern rechnen sollten ([1], [4], [5], [7], [8], [9], [10]), aber höchstens drei angeheiratete Frauen identifizieren können ([2], [20], [21]), dürften mindestens vier Altäre gänzlich unbekannt sein. Zweitens: Die identifizierbaren Altäre wurden offenbar vornehmlich oder ausschließlich Angehörigen der drei älteren Generationen der Familie gesetzt. Das gilt nach der oben vorgeschlagenen Chronologie für die mit den Nummern [1], [2], [3], [4], [5], [7] und [8] bezeichneten Personen, d. h. für die Altäre I-V, VII und IX. Die zeitlich nicht näher einzuordnenden Altäre der mit [14], [15] und [20] bezeichneten Personen (VI, VIII und X) können ohne weiteres Mitgliedern derselben Generationen dediziert worden sein. Zugleich lässt sich sagen, dass während dieser drei Generationen offenbar jedes männliche Mitglied und auch jede unverheiratete Frau der Familie einen eigenen Grabaltar bekommen hat. 106 Es fehlen höchstens die Altäre für die unter der Nummer [6] registrierte Frau und für den Mann mit der Nummer [9]. Die erwähnte Frau erscheint jedoch - falls überhaupt richtig identifiziert - als noch unverheiratete junge Schwester in der Grabinschrift ihres verstorbenen Bruders ([3]) zusammen mit ihren Eltern als Dedikantin (VII). Sie erhielt in Baláca deshalb kein eigenes Grabdenkmal, weil sie nach ihrer Eheschließung, wie allgemein üblich, an den Wohnort ihres Mannes zog und zusammen mit diesem dort bestattet wurde. Der unter der Nummer [9] aufgelistete Mann kann mit dem Empfänger des Altars VI identisch sein. Dagegen fehlen in den späteren Generationen die Grabaltäre offenbar nicht nur für eine Frau ([12]), sondern wohl auch für mehrere Männer. Es gibt nämlich maximal zwei Fragmente, die möglicherweise zu Grabaltären für nicht näher bekannte Männer der späteren Generationen gehören (Rest des Altars IV und Fragment G 43), aber wir