K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)

ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai

und damit auch die meisten größeren Stücke (G 1-23), auf denen neben einzelnen voll erhaltenen Namen und Wörtern entweder sicher oder zumindest wahrscheinlich ergänzbare Namens- und Wortreste erscheinen, lassen sich, wenn auch keineswegs immer mit Sicherheit, so doch zumindest in einer plausiblen Weise elf Altarinschriften zuordnen, deren Inhalt dem hier entworfenen Bild entspricht. Die restlichen, zumeist kleinen oder kleinsten Fragmente (G 24-49) stehen zu diesem Bild zumindest in keinem Widerspruch. Dass sie sich nicht direkt in eine der elf Altarinschriften einfügen lassen, darf uns nicht wundern. Ihre Zuordnung ist ei­nerseits wegen des sehr lückenhaften Erhaltungszustandes der Inschriften, andererseits wegen der weitgehenden Uniformität der Beschriftung der Altäre schlicht und einfach unmöglich oder wäre wenig plausibel. Kein horror vacui sollte uns dazu verleiten, unter Heranziehung aller Fragmente eine möglichst vollständige Ergänzung aller Inschriften anzustreben. Wie riskant wohl jeder Versuch dieser Art wäre, müsste sich schon aus einer relativ einfachen Kalkulation ergeben, die uns klarmachen kann, welch winziger Teil der Grabinschriften uns erhalten ist. Nach Fitz dürften uns etwa 37 % aller Buchstaben der von ihm vorausgesetzten Altarinschriften bekannt sein. 54 In Wirklichkeit ist der Erhaltungszustand der Inschriften viel ungünstiger. Gehen wir davon aus, dass es elf Altarinschriften im Durchschnitt mit etwa 6 Zeilen gab, in denen jeweils um die 10 bis 15, im Durchschnitt also vielleicht um die 12/13 Buchstaben Platz fanden, so kommen wir zu dem Resultat, dass die Gesamtzahl der Buchstaben nicht nur etwa 380 betrug wie nach Fitz, sondern ungefähr 800 bis 850. Auf den Fragmenten G 1-49 sind insgesamt 130 Buchstaben oder Buchstabenreste vorhanden. Doch sind zahlreiche der nur in Resten erhaltenen Buchstaben nicht von vornherein, sondern höchstens aus dem Kontext und sechs überhaupt nicht genau bestimmbar. Somit dürften uns bestenfalls etwa 12 oder 13 % aller Buchstaben der Altarinschriften be­kannt sein. Dazu kommt, dass es auch weitere, uns völlig unbekannte Inschriften dieser Art gegeben haben dürfte. Ein zusätzliches Problem liegt darin, dass auf vielen Fragmenten nur wenige Schriftzeichen oder nur ein einziger Buchstabe erscheinen. Hätten wir nicht das besser erhaltene Oberteil der Inschrift I, deren ersten vier Zeilen sich zum größten Teil mit ziemlicher Sicherheit ergänzen lassen, wären nicht einmal jene bescheidenen Resultate der Untersuchung der Inschriftenreste möglich, welche in diesem Beitrag präsentiert werden. Man könnte zwar aus den zahlreichen kleinen Fragmenten mit einiger Phantasie vielerlei Namen, Wörter oder Texte rekonstru­ieren. 55 Nur würden solche willkürliche Rekonstruktionen kaum je die Plausibilität für sich beanspruchen können wie die hier vertretene Ansicht, wonach wir es bei der Familie, die sich im pannonischen Baláca bestatten ließ, mit einer pannonischen Familie und bei ihrer epigraphischen Hinterlassenschaft mit ganz normalen Grabinschriften zu tun haben. 6. Die Inschrift der Marmortafel über dem Eingang des Tumulus Südlich-südöstlich vom Hügelgrab, vor dem Eingang des Dromos, größtenteils in der Fläche 104, z. T in der im Osten angrenzenden Fläche 103, somit in einer Masse,

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