K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)

ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai

kamen die Fragmente einer in kleine Stücke geschlagenen Tafel aus weißem Marmor zutage. 56 Sie bieten ein noch trostloseres Erscheinungsbild als die Altarfragmente. Sie sind nicht nur ausnahmslos rundherum und auch hinten abgebrochen. Auch keines der Bruchstücke passt direkt an ein anderes, und anscheinend sind von dieser Tafel, dessen Material sich u. a. für das Brennen von Kalk vorzüglich eignete, noch weniger Reste erhalten als von den Altären. Die ursprünglich sorgfältig geglättete Vorderseite ist zumeist verwittert, was dafür spricht, dass die Tafel lange Zeit dem Wettereinfluss aus­gesetzt war. Die Buchstaben sind sorgfältig in den Stein gemeißelt. Angesichts der Fundumstände und im Hinblick darauf, dass wir es offensichtlich mit den Resten einer großen Tafel zu tun haben, steht es außer Zweifel, dass diese Tafel ursprünglich über dem Eingang in das Innere des Hügelgrabes in die Architektur des Tumulus einge­lassen war. 57 Die Behandlung dieser Inschrift wird hier, anders als bei Fitz, bewusst erst nach der Untersuchung der Fragmente der Altarinschriften vorgenommen, da wir uns über diesen offenbar längeren, besonders schlecht erhaltenen Text allenfalls mit Rückgriff auf den Inhalt der Altarinschriften eine Vorstellung machen können. Der nachstehende Katalog der Fragmente wird hier, soweit sie feststellbar ist, nach der unterschiedlichen Größe der Buchstaben geordnet, die bisher völlig missachtet wurde. 58 Einige Bruchstücke, auf denen sich nur ganz kleine Reste nicht näher identi­fizierbarer Buchstaben befinden, bleiben unberücksichtigt. 59 Das gilt auch für ein Fragment mit einem erhaltenen Profilstück, unter dem Fitz den linken oberen Teil eines T zu erkennen glaubte, während das Stück bei ERTEL 1996 unter den Fragmenten ohne Inschriftenreste erscheint und in ihrer Zeichnung unter den Bruchstücken mit Buchstabenresten ebenfalls nicht angeführt wird. 60 T 1) Abb. 66 und 74. Nr. 1213; Inv.-Nr.l8.859-97,13. (11,7) x (7) x (2,6) cm. Erhalten ist ein Teil eines Buchstabenbogens, der an dem einen Ende wenig, am anderen stärk­er gebogen ist. Der Bogen muss einen größeren Radius gehabt haben als die abgerun­deten Buchstabenteile auf anderen erhaltenen Fragmenten derselben Inschrift. Das ist auch an dem etwas breiteren Schnitt des Buchstabens als sonst erkennbar. Wenn wir den Rest einem C, D, G, O oder Q zuordnen, muss der Buchstabe ungefähr 15 cm hoch gewesen sein (im Falle eines B, P, R oder S müsste man eine Höhe von etwa 30 cm oder mehr annehmen, was jedoch schwerlich in Betracht kommt). Gef. im Feld 104. ERTEL 1996. 148, die mit einem C rechnet; FITZ 1996. 199 und 1998. 89, der eben­falls an ein C denkt und den Rest in seine Rekonstruktion nicht einordnet; ERTEL, Zeichnung in: PALÁGYI 1997. 22 Abb. 13,11. T 2) Abb. 67 und 74. Nr. 822. (9,5) x (11,5) x (2,5) cm. Erhalten sind das Oberteil einer senkrechten Haste und die linke obere Ecke eines N, darüber auch ein Teil der leicht eingeritzten oberen Hilfslinie für die exakte Anbringung der Zeile. Die Stellung des Fragmentes ist sicher in der hier erwähnten Weise richtig und kann nicht um 180 Grad gedreht werden. Die erhaltene Ecke des N ist nämlich nicht spitz geschnitten, sondern ist mit einer kleinen, sich ungefähr dreiecksförmig ausbreitenden Endung (Cornu) versehen. In den Inschriften der Region (wie auch anderswo im allgemeinen) ist das N - vor der Spätantike - so gut wie immer so geschrieben, dass die Ecke links

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