K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)

ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai

cm. Auf ihren Aufstellungsplätzen stand ihnen durchaus genügend Raum zur Verfügung (siehe Abschnitt 6). Je nach Bedarf bestanden die Inschriften der Grabaltäre aus fünf, sechs oder sieben Zeilen (I-V und VIII-X); in einem Fall lässt sich eine achtzeilige Inschrift annehmen (VII). Die Länge der Inschriften hing - abgesehen von der Länge der einzelnen Personennamen - nicht nur davon ab, ob nach dem Namen eines Verstorbenen Amts­und Rangtitel aufzuzählen waren oder nicht, sondern auch davon, ob im Text nur ein Dedikant oder mehrere Dedikanten genannt wurden. Damit die unterschiedlich lan­gen Texte auf einem zumeist annähernd gleich großen Inschriftfeld untergebracht wer­den konnten, variierten die Größe der Buchstaben der einzelnen Inschriften, aber auch die Abstände zwischen den Zeilen, zwischen dem oberen Rand und der 1. Zeile sowie der letzten Zeile und dem unteren Rand (siehe die Tabelle am Ende dieser Untersuchung). Die Höhe der Buchstaben der jeweils 1. Zeile schwankt zwischen 6 und 7 cm (Inschriften I-VI und VIII-XI); sie übersteigt 7 cm nur bei einzelnen Buchstaben der Inschrift X und im Falle einer T longa in der 1. Zeile der Inschrift II (vgl. noch den Rest eines großen Buchstabens auf Fragment G 49). Für die jeweils letz­te Zeile der Inschriften sind Buchstabenhöhen von zumeist 4,5 bis 5,5 cm bezeugt (Inschriften I-iy VII, Fragmente G 26 und 27); in zwei Fällen sind für die letzte Zeile sogar Buchstabenhöhen von 5,5 bis 6 bzw. 6 bis 6,5 cm nachgewiesen (Inschriften V und VIII). Die niedrigste Buchstabenhöhe, die mehrfach gemessen werden kann, beträgt 4,5 cm (Inschriften I, II, IV VII); in der letzten Zeile der Inschrift IV schwankt die Höhe der Buchstaben sogar zwischen 4 und 4,5 cm. Die Höhe der Buchstaben nahm von den oberen zu den unteren Zeilen, einer allgemeinen Praxis folgend, zumeist leicht ab, konnte jedoch selbst innerhalb einer Zeile ganz leicht unter­schiedlich sein, so etwa, wenn ein T, um weniger Platz als sonst einzunehmen, aus der Zeile hinausragte (Fragment G 2) oder wenn der letzte Buchstabe einer Zeile wegen Platzmangels kleiner als die anderen geschrieben wurde (ebd.). Der Abstand zwischen der oberen Kante des Inschriftfeldes und der 1. Zeile bewegt sich zumeist zwischen 2,5 und 2,8 cm (Inschriften I-VI, VIII, X, Fragment G 24) und beläuft sich nur im Falle der Inschrift IX auf 3,5 cm. Zwischen der letzten Zeile und der unteren Kante reicht der Abstand in den uns bekannten Fällen von 2,8 cm auf Fragment G 26 bis zu 6 cm in der Inschrift II und sogar bis zu 9 cm in der Inschrift VIII. Freilich können wir davon aus­gehen, dass unter kürzeren Inschriften, in denen keine Rangtitel und/oder nur ein Dedikant genannt wurden, ein größerer Freiraum vorhanden war als unterhalb län­gerer Texte. Der Abstand zwischen den Zeilen schwankt innerhalb ein und derselben Inschrift allenfalls minimal (so von 2,8/3 cm bis zu 2,5 cm in der Inschrift VII und von 4,5 bis zu 4 cm in der Inschrift I, deren untere Zeilen deshalb mit etwas kleineren Zeilenabständen und auch mit relativ kleinen Buchstaben geschrieben worden sein dürften, weil der Platz für diese längeren Texte offenbar etwas knapp war). Die mess­baren Zeilenabstände variieren zwischen 2,5/2,8/3 cm (Inschrift VII) bis zu 6 oder 6,5 cm (Inschriften II, VIII, X, XI), ihre Höhe liegt jedoch zumeist zwischen 3,5 und 4,5 cm (Inschriften I, IV-VI, VIII, Fragmente G 36, 38, 43, 46). Alles in allem macht die Form der Beschriftung der Altäre einen recht einheitlichen Eindruck, was sich auch in den Buchstabenformen ausdrückt, die sich durchgehend kaum voneinander unterscheiden.

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