K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1997/5. (Veszprém, 1997)

PALÁGYI, SYLVIA: Einige Bemerkungen zu den Darstellungen von Wagen mit vier Rädern und geschlossenem Wagenkasten - Néhány megjegyzés a zárt kocsiszekrényű, négykerekű kocsik ábrázolásához

trollieren könnte. Der Wagenkasten ist kurz, er überragt nur samt dem Kutschersitz und dem schrägartigen Gebilde die Länge, die durch den äusseren Rand der Räder bestimmt ist. Was den Inhalt der Abbildung betrifft, steht die Szene von Csákvár dem vierrädrigen Wagen an der Aedicula-Wand von Tök nahe. (Abb. 4) Beide werden von einem Kutscher gefahren und hinten steht eine Dienerin, deren Kleid mit einem Gürtel gerafft ist. Der Wa­genkasten ist auch hier kurz, der Oberbau ist nur mit dem Kutschersitz und der Stiege, auf der die Dienerin steht, länger. Die Radfelgen sind in beiden Fällen betont und hoch. 11 Von dem Stein aus Csákvár jedoch fehlt das dritte Pferd, das Reitpferd, das auf allen bisher be­kannten pannonischen Szenen, die einen Wagen mit vier Rädern und geschlossenen Wagen­kasten darstellen, zu sehen ist. 12 Die Klammernute am rechten und linken Rand der oberen Seite des Steins von Csákvár könnte auch auf andere - zum Grabgarten, zur Aedicula? - gehörende - Elemente hinwei­sen. Die Verteilung der Szene, die einen Wagen und drei Pferde darstellen, in mehrere Bild­felder konnten wir schon in Bruckneudorf sehen, 13 deshalb ist es möglich, daß das dritte Pferd samt dem Reiter in einem anderen umrahmten Feld hinter dem Wagen, eventuell vor dem Wa­gen zu vermuten ist. Für beide Lösungen können wir auch Beispiele finden bei Wagen mit nicht geschlossenem Wagenkasten. 14 Die pannonischen Vierräderwagen mit geschlossenem Wagenkasten gehören zum Mate­rial des 2. Jahrhunderts der Provinz. Der Mann mit Kraushaar und Bart 15 (und keine Frau! 16 - Abb. 3) auf Wagen von Zsámbék bildet den Grund der Herstellungszeit der Wagensscene, al­so aufgrund der Bartmode, 17 die nach Hadrianus, Mitte des 2. Jahrhunderts charakteristisch war, kann der Zsámbéker Wagen - und aufgrund dessen auch die anderen Wagen ähnlichen Typs ­auf die Jahre, Jahrzente auf um und nach Mitte des 2. Jahrhunderts datiert werden. Die Darstellung der mit gegeschlossenem Wagenkasten dargestellten pannonischen Wa­gensszenen (auch ausser der Darstellung aus Tök) ist im Grossen und Ganzen ähnlich. Die bekannten fünf pannonischen Beispiele je­doch unterscheiden sich voneinander in Einzelheiten (reitende Pferde oder Pferde, die angestrengt eine Ladung ziehen; gebeugte, hochgestreckte oder nach vorne hängende Pferdeköpfe; Einzelheiten an den Wagenkästen und Rädern; Anzahl und Position der Reisenden und Nebenfi­guren). Bei allen ist die Oberflächebear­beitung und die Höhe des Reliefs anders. Die von Csákvár-Szene ist flach, das Relief, ähnlich wie im Falle der Szene aus Aquincum, 18 ragt kaum hervor aus mit den schrägen Metzspuren bearbeitetem Hinter­grund. Zsolt Visy datiert die vierrädrigen Ab­bildungen mit geschlossenem Wagenka­sten aus Tök, Zsámbék und Aquincum auf die 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts, doch den Stein aus Csákvár auf den Anfang des 2. Jahrhunderts. 19 Die chronologische Be­stimmung beeinflußte auch die Ladung­Ossarium, wie es aufgrund des Fotos an­Abb. 3. Reisender der Szene von Zsámbék (Foto: Dabasi, A.) 3. ábra. A zsámbéki jelent utasa (Fotó: Dabasi A.)

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