K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1996/4. (Veszprém, 1996)

ERTEL, CHRISTINE: Altar- und Architekturfragmente vom Tumulusgrab bei Baláca - A balácai halomsír építészeti elgondolása

fen der Krepis aufgestellt gewesen sein. Da sie aber die Altarprofile aufnehmen und eine formale Kontinuität mit den Altären herstellen sollten, muß auch die Anordnung der Altäre selbst gleichartig gewesen sein. Es kann danach ausgeschlossen werden, daß die Altäre als Zinnenkranz auf dem Kranzgesims der Tambourmauer standen, wie es das Vorbild einiger italischer Grabbauten zeigt. 1 1.5 Rekonstruktion der Altarnachahmung IV (Taf. 4,13) Eine Gruppe von Fragmenten unterscheidet sich durch das auffällig grobe Steinmaterial von den anderen. In dem Kalkkonglomerat sind kaum zerkleinerte Algenrosen und Mu­schelschalen erkennbar. Aus der beschränkten Anzahl der Bruchstücke geht hervor, daß es sich um nur ein Objekt handeln dürfte. Die Art der Profile ist in das von den Typen I bis III gegebene Spektrum einzuordnen. Erhalten sind einige kleinere Profilfragmente, deren Zu­ordnung zu Krön- bzw. Fußprofil nicht möglich ist, das Fußprofil eines Sockels sowie eini­ge Polsterfragmente. Aus den Fragmenten 1121 und anpassende Stücke (1126, 1129 und 1191, Taf. 4, 13) konnte ein Teil einer Seitenfläche mit Kante zur Rückseite und der größte Teil der doppel­ten Profilsequenz zusammengesetzt werden. Die Höhe der ganz erhaltenen Hohlkehle be­trägt 5,5 cm und liegt damit zwischen den Profiltypen I und II. Dieses Maß tritt auch häufig bei Fußprofilen auf. Bei dem Altar IV handelt es sich mit Sicherheit um eine Altamachahmung. Das Fußprofil mit der linken Seitenfläche des Sockels ist mit den Fragmenten 1178 und anpassende Stücke gegeben, die rechte Seitenfläche mit dem Fragment 1032. Die Fußleiste ist erhalten, die Plinthe abgebrochen. Wie bei den anderen Sockeln beträgt die Tiefe 13 cm, eine Mauemase ist ebenfalls erhalten. Anhand dieses Beispiels kann die bereits angeschnittene Frage, ob die Sockeldenkmäler vollkommen altarähnlich gestaltet waren, insbesondere einen Altaraufsatz mit Polstern be­saßen, positiv beantwortet werden. Aufgrund des Steinmaterials können die Posterfragmen­te 1115, 1179/81, 1186 und 1195 zu keinem der anderen Altäre gehören. Die Stücke 1181 und 1195 zeigen glatt bearbeitete, annähernd kreisförmige Polsterstirnen vermutlich von der Altarvorderseite, 1115 eine gröbere Stirn von der Rückseite, 1186 schließlich ebenfalls ein Fragment aus dem rückwärtigen Polsterteil, die Stirnfläche selbst ist abgebrochen. Wie zu erwarten, fehlen Mittelgliederungen der Polster, da wegen der geringen Tiefe des Objekts auf jeder Seite nur ein halbes Polsterelement Platz fand. Hier wird wie auch bei einigen anderen Altamachahmungen eine leichte Abweichung von der sonst erstklassigen Qualität der Werkstücke spürbar, die vielleicht mit einer späteren Zeitstel­lung in Zusammenhang zu bringen ist. Da bei diesem Stück nicht nur an der Quantität des Stein­materials, sondern auch an dessen Qualität gespart wurde, sind wohl auch wirtschaftliche Schwierigkeiten der Hinterbliebenen des betreffenden Verstorbenen mit im Spiel. 1.6 Rekonstruktion des Altars V (Taf. 6,14) Eine Reihe von Altarfragmenten unterscheidet sich von den uniform gestalteten Altären und Denkmälern I bis III mit gleichbleibender Profilierung. Der Altar V besaß gerade Rah­menleisten mit einer Breite von 5 bis 6 cm, auf die nach innen eine 1 cm tiefe Kerbe folgt. Danach setzt ein lesbisches Kyma mit gratiger konvexer und stark einschwingender konka­ver Krümmung an. Die Viertelkehle ist sogar zu einer Höhlung verstärkt und steigt zum In­nenrand des Profils wieder leicht an. Das Kyma ist 6 cm breit, die Bildfläche liegt 4 bis 4,5 cm tiefer als die Randleiste. Der glatte Rahmen und das Kyma sind gleich breit, die dy­namische Schwingung der Profilleiste erzeugte eine gute plastische Wirkung und lebhafte Schatten Wirkung .

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