K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1994/3. (Veszprém, 1994)

Vorträge - FILGIS, MEINRAD N.: Ausgrabung und Restaurierung römischer Villen in Baden-Württemberg

Abb. 4: Lauffen a. N. Restaurierte Mauerreste von Nordosten (Luftbild: Braasch, O.: 6920/008-01; SW489, 14; 24. 4. 1987). 2. Restaurierte Baubefunde unter Schutzdächern Das älteste erhaltene Schutzdach über Baubefunden eines römischen Gutshofes in Baden­Württemberg befindet sich in Weinsberg und schützt die 1906 von A. Schliz und P. Goess­ler zu Füßen der mittelalterlichen Burgruine „Weibertreu" ausgegrabenen und restaurierten Überreste eines römischen Badegebäudes (Abb. 13). 8 Erhalten sind das Kaltbad A mit Ba­debecken B, ein Warmluftraum C, die Warmbäder D und E mit Badebecken F und Schwitz­raum G, ferner ein Teil des Heizraumes H und eine von einem Abwasserkanal durchflosse­ne Latrine I. Bemerkenswert sind die leichten Raumunterteilungen zwischen den Räumen D, E und G mittels verputzten Tubulisträngen. Im Jahre 1977 wurden durch das Landes­denkmalamt unter Leitung von J. Biel Teile des Hauptgebäudes des römischen Gutshofes ausgegraben, restauriert und in eine öffentliche Grünanlage eingebunden (Abb. 14). Auf einer beherrschenden Höhe über Mundelsheim mit Fernblick auf die Schwäbische Alb im Süden und den Odenwald im Nordwesten wurde 1988/89 vom Landesdenkmalamt unter Leitung von D. Planck im Rahmen der Erschließung eines Industriegebietes die seit 1925 bekannte römische Gutsanlage in größeren Flächen untersucht. Zum Vorschein ka­men Teile des Hauptgebäudes mit wohlerhaltenem Keller, eine Kanalheizung, zwei Brun­nen sowie ein Zisternenhaus und, etwas weiter entfernt, ein Mithräum (Abb. 15). Der ca. 3,7 x 5,5 m große und etwa 2,5 m tiefe Keller besaß zwei Fenster nach Süden und in den restli-

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