Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 30. (2006) (Szombathely, 2007)

Régészet - Tóth Zsuzsanna: Késő neolitikus település részlete Gór–Kápolnadombon

Tóth Zsuzsanna: Késő neolitikus település részlete Gór-Kápolnadombon Landesaustellung 2005. Verlag Berger, Horn - Wien. Katalog des NÖ Landesmuseums, Neue Folge, Nr. 459, pp. 10-18. ZALAI-GAÁL, I. (2002): Die neolithische Gräbergruppe-Bl von Mórágy-Tűzkődomb. I. Die archäologischen Funde und Befunde. Wosinsky Mór Múzeum, Szekszárd - Saarbrücken, 302 pp. WALLNER, Б. (1980): Pottenbrunn. - Fundberichte aus Österreich, 19: 352-356. SPÄTNEOLITISCHE SIEDLUNGSRESTE IN GÓR-KÁPOLNADOMB (WESTUNGARN) Der Fundort Gór—Kápolnadomb befindet sich im Komitat Vas, 20 km nordöstlich von Szombathely enfernt, in der Nähe des Dorfes Bük. Auf dem Kápolnadomb führte man schon zwischen 1988 und 1993 vor dem Bau eines Wasserspeichers Ausgrabungen durch, da man den Damm des Speichers aus der Erde des Hügels bauen wollte. Im Jahre 2002 plante die Dorfgemeinde die Erweiterung des Friedhofes und der Leichenhalle, so wurde eine neue Notgrabung notwendig, die von Gábor Hon vom 14. Oktober bis 6. November 2002 durchgeführt wurde. Es wurden zwei aneinander angrenzende Quadranten (Quadrant „A" und „B") mit einer Gesamtfläche von 6x 12 m erschlossen. Die obere, etwa 30 cm dicke Schicht war stark gemischt und enthielt neolithische, spätbronzezeitlich-eisenzeitliche, keltische und mittelalterliche Funde, bzw. modernen Abfall. In diese Fläche wurden insgesamt 19 neuzeitliche (200—300 Jahre alte) Gräber eingegraben, die die archäologischen Objekte stark gestört hatten. Hier kamen zwei urzeitliche Grubenkomplexe ans Tageslicht, von denen das Objekt 1 das spätneolithische protolengyelzeitliche Fundmaterial enthielt. Dieser Komplex bestand aus einer tiefen und großen, bzw. einer sich daran knüpfenden kleineren Grube. In dieses Objekt wurden fünf Gräber eingegraben, eines davon (Grab 9) mit einem reichen Fundmaterial. Das Objekt wurde nach der Keramik geurteilt in der Spätbronzezeit und Neuzeit gestört. Dieses in mehreren Perioden stark gemischte Fundmaterial versuchte ich in meinem Artikel zu interpretieren. Da ich keine Möglichkeit hatte, stratigraphische Beobachtungen zu machen, sollte ich das Material mit Hilfe der stilistisch-typologischen Methode auswerten. Die überwiegende Mehrheit des Fundmaterials besteht aus keramischen Funden. Es kamen insgesamt 1372 Keramikbruchstücke ans Tageslicht, von denen 491 Stücke (36 %) zur Feinkeramik, während 881 Stücke (64%) zur Grobkeramik gehören. Leider ist das Material sehr bruchstückhaft, doch ist der hohe Anteil der Feinkeramik augenfällig. In der Protolengyelzeit wurden mineralische Magerungsmittel am häufigsten verwendet, überwiegend Sand und Steingrus wurden dem Ton beigemischt. Seltener kommt auch Scherbengrus vor. Die Oberflächenbehandlung ist sehr gut, wodurch die Spuren der Modellierung in den meisten Fällen verschwanden. Ein Teil der Gefäße, überwiegend die Feinkeramik, brannte gelbbraun aus, was auf einen oxidierenden Brennvorgang 358

Next

/
Oldalképek
Tartalom