Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 28. (2004) (Szombathely, 2004)

Régészet - Gál Krisztián–Molnár Attila: „Sé-Doberdó. Az 1998-as és 2001-es ásatások vaskori leletenyaga”

Savaria a Vas megyei Múzeumok Értesítője, 28 chen Folgerungen. Der chronologisch unsichere und zweifellos lange 'Aeit modische Spiralehaarring und der ähnlich schwer datierbare Tonstempel drücken den von uns für wahrscheinlich gehaltenen chronologischen Rahmen noch nicht auseinander, obwohl Tibor Kemenczei die Gebrauchszeit beider Gegenstandstypen auf das 6. Jahrhundert, die Pintadera aber unbedingt auf die Zeit vor dem 5. Jahrhundert datiert (KKMKNCZKI 2001: 35). Ihr Fehlen in dem Friedhof von Szaniszla betrachten wir als schwaches chro­nologisches Argument, und auch das 29. Grab in Krautacker — mit Spirale haarringen — gehört zu den Bestattungen des 5. Jahrhunderts (JKRKM et al. 1984: 169). Schwierige Frage ist aber die Datierung der Pfeilspitze von Sé, ähnliches Exemplar kam nämlich aus dem 30. Grab von Szentes— Vekerzug ans Tages­licht, mit einer Plattenfibel, die zur Tracht des Nordbalkans in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts, in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts gehörte (PÁRDUCZ 1954: Taf. 8 1). Eine solche frühe Datierung ist im Falle des Exemplars aus Sé unannehmbar, so handelt es sich hier entweder um einen langlebigen Pfeilspitzentyp oder um ein Fehler der Typeneinordnung — mea culpa — was auf Grund der schlechten Abbildungen nicht immer genau ausgeführt werden kann. Im 'Ausammenhang damit bietet sich eine gute Gelegenheit die Rede auf eine kurze die Chronologie betref­fende Bemerkung zu bringen. Auf Grund der neuesten Forschungen fKKMKNCZKl 1994, 2001 usw.) kann als immer sicherer betrachtet werden, class einige Elemente der skythisch genannten Kultur früher als das 6. Jh. (also der bis jetzt vermutete Zeitpunkt) im Karpatenbecken erschienen. Durch die Korrigicrung der Dendrodaten wurde auch der Anfang der Ha D-Periode um etwa sieben Jahrzehnten nach- oben modi­fiziert (FRIKDRICH 1999: 272). Parallel dazu wurde auch der Anfang der La Tène­Periode im Vergle­ich zum früher vermuteten Zeitpunkt (ungefähr 500) später verschoben. Infolgedessen scheint das 5. Jahrhundert leer zu werden, obwohl — wenigstens in der nordzvesllichen Region von Transdanubien — auch in dieser Periode mit einem (auch wenn nicht zu dichtem) Siedlungsnetz gerechnet werden kann. Die Funde aus Sé beweisen, dass die frühere Datierung der Vekerzug-Kultur — im Gegensatz zur bis jetzt üblichen Praxis — nicht diejrühere Datierung des ganzen Gegenstandsmaterials, sondern nur die längere Lebensdauer gewisser Gegenstandstypen bedeuten soll. Als Zusammenfassung der oben Erwähnten können wir sagen, dass das jrüheisenzeitliche Fundmaterial von Sé—Doberdó der Nachlass der zu den Skythen enge (nicht feindliche) Beziehungen unterhaltene Einwohner des Bedienungsdorfs von Velem-St. Vid ist, aus der zweiten Hälfte des Späthallstattzeit, abso­lutchronologisch aus dem 5. Jahrhundert. In ihrer Kultur tauchen gegen Linde des Jahrhunderts neue west­lichen Elemente auf damit wird eine neue Epoche in der Geschichte des Karpatenbeckens eröffnet. Die Objekte, die zur L'T-Z^eit gehören — im Gegensatz zum späthallstättischen Siedlungsmaterial — stam­men nicht aus gleicher Z,eit. Das ist festzustellen, denn man muss immer vor Auge halten, dass wir es nicht mit gleichzeitig existierenden Erscheinungen zu tun haben, Gerade deswegen kann (muss) jedes einzelne Objekt beziehungsweise Fundmaterial als chronologisch geschlossene Einheit genommen und getrennt analysiert, datiert werden. (Die zeitlich ziemlich lange „zerstreuten" Objekte werfen die Frage der Sied­lungskontinuität innerhalb der LT-Z,eit auf, das ist aber beim gegenwärtigen Ereilegungsgrad des Fundortes nicht zu beantworten.) Unter den keltischen Erscheinungen in unserer Studie ist ohne ZweiJ'el das Haus 6 das älteste. Da es sich hier um ein — im Karpatenbecken ziemlich seltenes — Objekt handelt, das zum LT A-Horizont gehört, beschäftigen wir uns damit ein bisschen ausführlicher. Das annähernd runde (etwa ovale - mit Nord-Süd­Achse) Gebäude besteht konstruktiv aus 4 Pjahllöchern, die sich paarweise an der östlichen beziehungsweise westlichen Seite nebeneinander befinden; an der südlichen, südwestlichen Seite wurde die Grundmauer des Hauses nach oben mit Lehm verschmiert, das können eventuell die Reste irgendeiner Wand oder FujJbo­denkonstruktion sein (Taf. 20.). Aus der Einfüllung des Hauses kam eine große Menge von Fundmaterial zum Vorschein (insgesamt 260 Gejäßfragmente, Spinwirtel, Fibel, verzierte Knochenwerkzeuge, Steine) (Taf. 25—33.), Technisch ist noch die Formung aus der freien Hand entscheidend (ungefähr 80 und 20 % Prozentsatz), in der Farbe sind dunkelgrau-hellbraun herrschend, aber es gibt auch rötliche Bruchstücke. Das Material wurde in der Regel mit Sand gemagert, die Qualität der Ausbrennung ist gut, häufig nehmen dunkelgraue, glatte Oberflächen einen hellen Kern in die Mitte. Die große Zahl der verschiedenen Wülste beziehungsweise die kannelierte, beinahe siegelartig eingetiefte Verzierung (Taf. 27. 2; Taf. 33. 11) können als Hallstatt-Traditionen bewertet werden. ZM den plastischen Verzierungen gehören die kraftvollen, nachträglich aufgesetzten/aufgeklebten Wülste (Taf 27./3, 4, 10; Taf. 30./1, 2, 12; Taf. 31/9, 10, 11; 163

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