Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 28. (2004) (Szombathely, 2004)
Régészet - Gál Krisztián–Molnár Attila: „Sé-Doberdó. Az 1998-as és 2001-es ásatások vaskori leletenyaga”
GÁL К. és MOLNÁR A.: "Sé-Doberdó. Az 1998-as és 2001-es ásatások vaskori leletanyaga" Taf. 33/6.) beziehungsweise deren von Innen ausgedrückte Variante (Taf. 28/8.). Ebenfalls hierzu gehört die zu dritt angeordnete, ovale, eingetiefte Verzierung des kleinen (29/8) Bechers (oder kleiner Topf) mit gerade Oberfläche (ähnliche Verzierung ist auf einer kleinen Schüssel zu sehen, in der Linie ihrer größten Breite, mit dem Unterschied, dass sie hier nicht in Gruppen angeordnet, sondern in ununterbrochener Reihe sind: 30/10.) Hinsichtlich der Formen fallt die große Anzahl der topfartigen Gefäße mit gerader oder wenig gebogener Oberfläche auf, die handgeformt oder nachgetöpfert (gedreht) sind. Der Rand ist im Allgemeinen eckig (25/7; 26/5, 7, 8; 27/7; 28/1, 4), manchmal hat beinahe ein T-förmiges Profil (26/1), kann ein wenig kolbenartig verdickt (26/9) oder abgerundet sein (28/7; 29/1; 31/ 7; 33/7) an der Seite gibt es in manchen Fällen Wülste (31/9; 33/6). Aus dem 6. Haus kam ein rechtwinkelig ausbiegendes Randfragment eines eierfórmigen Gefäßes hervor (25/8; 33/2 - NEUGKBAUKR 1993: Abb. 17/17; NF.UGKBAUER 1996: Taf 16/2; JEREM et. al. 1984: Abb. 13/2). Allgemeine Form ist die Schüssel mit eingezogenem Rand, mit abgerundetem (25/5, 11; 26/10; 27/6; 29/6, 7; 32/4) oder mit eckigem Rand (25/6; 31/8; 32/2), bei einer Variante gibt es unter dem Rand eine starke Bruchlinie (28/2; 30/11; 33/1). In kleiner Zahl finden wir stark ausbiegende kegelförmige Schüssel (26/6; 27/8; 28/6; 29/2; 32/1; 33/8 — TANKÓ2001: III. t./13; URBAN 1996: Abb. 15/606), breite Schüssel mit niedrigem Rand und flachem Boden (25/9; 26/2), die halbkugelige Schüssel (28/5; 29/9; 30/13; 31/2; 32/12; 33/5), die letztere kommt auch tnit nach Innen dicker werdendem Rand vor (33/9, 10). In dem Fundmaterial befinden sich Töpfchen, die formell der Schüssel mit S-förmigem Profil ähnlich sind, davon nur in ihren Größen abzveichen (sie sind höher und enger: 27/5; 31/5, 6; 32/3, 5; 33/3) und topjförmige kleine Becher (27/9 — tnit einem nach Außen verdickten, eckigen Rand; 29/8 — verziert mit ovalen, zu dritt angeordneten Fingereindrücken). Auch zwei Flenkel kamen zum Vorschein, beide haben nierenförmigen Durchschnitt (26/4 und 32/7). Unter den Bodenformen kommt sowohl die Ausgestaltung mit (26/3; 32/9; 28/3 — dies letztere ist hoch, nicht gewölbt) als auch ohne Fußscheibe, gewölbt (29/4) oder mit geradem Boden (29/5; 30/14) vor. Auf Grund ihrer stark ausbiegenden Seitenwände gehörten die Formen unter 32/10, 11 mit Fußscheibe beziehungsweise die unter 32/8 ohne Fußscheibe wahrscheinlich zu Schüsseln. Eine andere Gejaßform aus dem Haus 6 — die außerdem noch in einem Fall, in dem Haus 5 zum Vorschein kam (31/3 und 39/7) — ist eine stark eingezogene, seltene Form mit ungegliedertem Rand (besonders einem kugelförmigen Gefäß ähnlich - MKDUNA 1980: 79, Abb. 16/1, Taf. 60/4). Die Form unter 30/10 kann als eine frühe Form der Schüssel mit S förmigem Profil betrachtet werden. In Ungarn sind die frühesten Exemplare solcher Schüssel aus dem Haus 270 aus SopronKrautacker bekannt (JKREM et al. 1984: Abb. 17/6), dieses Objekt wurde auf die Periode LT AI datiert (JKRKM 1986: Taf. 3). Die Verzierung des Exemplars aus Séhat einige Ähnlichkeiten mit einer Gefäßform aus Hoste (BUJN'A 1991 : flg. 2/11), die unverzierle Variante dieser Form ist aus dem Friediwf von Bucany bekannt (BujXA utul ROMSAUER 1983: Taf. X/2; BujNA 1991: fig, 2/2). Almliches Zusammenleben von Form und Verzierung findet man in Mähren, in Lesany, auf den Übergang der Perioden Späthallstatt und Früh-LT'datiert. (MEDUNA 1980a: 159, T45/8). Unbekannt ist die Funktion jenes Tongegenstandes (28/9), der mit Grafit und Sand fein gemagert ist, dessen Ecken und Kanten gerundet (geschliffen) sind; seine Oberfläche ist geglättet, und er hat nur eine kaum wahrnehmbare Wölbung, ist also nicht aus der Seitenwand eines Gefäßes (oder aus der Wand eines großen Gefäßes) gefertigt. Die gefundenen Knochenwerkzeuge (25/2, 3) dienten einst vermutlich als Messerstiel, eines davon ist verziert (ähnliche Funktion wurde auch den Exemplaren aus Sopron— Krautacker zugeschrieben: JKRK.M 1980: Abb. 1 l/2a-cj. Unser wichtigster zeitbestimmender Gegenstand gehört zu den so genannten ostalpine 'Tierkopffibeln (25/1). Seine nächsten Parallele kamen auf dem Fundort in Velem hervor (MlSKK 1907: XXXIX. T./25, 26; XLII/25-28), aber hier ohne Schichtzusammenhänge. Aus geschlossenem Objekt kennen wir ihn aus Sopron-Krautacker, aus dem Haus 193 und aus dem Grab 26 mit Steinhaufen, in beiden Fällen auf die Periode LTA2 datiert (JKRKM 1981a: Abb. 5/1; 1986: Taf. 3). Aus dem Grab 8 von Kuffern ist ein Exemplar bekannt, das hier als typischer Fund der L'T A-Gruppe vorkommt (NEUGEBAUER 1992: 68, Abb. 24/5). In Dürrnberg kamen sogar aus mehreren Gräbern ähnliche Fibeln zum Vorschein, liier ebenfalls als typische Funde aus der Früh-LT-Periode des Ostalpenraums (PAULI 1978: 106-8.). Auch aus dem Friedhof von Szentlörinc ist die Form bekannt, hier kamen in 3 Fällen Exemplare aus Bronze, in 8 Fällen aus Eisen, sowohl aus Brand-, als audi aus Körpergräbern hervor (JEREM 1968: 184). Nach Parzinger ist dieser Typ — in dem von ihm ausgearbeiteten chronologischen System — eine Leitform des 9. 164